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BDEW zu den EU-Vorschlägen zur Gasverbrauchsreduktion:

Wir brauchen eine enge europäische Abstimmung bei der Gasverbrauchsreduktion

Die EU-Kommission hat heute Vorschläge zur vorsorglichen Reduktion des Gasverbrauchs in der EU vorgelegt. Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

„Um die Gasversorgung im kommenden Winter so gut wie möglich sicherzustellen, ist es notwendig, den Gasverbrauch bereits jetzt so weit wie möglich zu reduzieren. Wichtig ist, dass alle Mitgliedstaaten dies unterstützen und sich auf europäischer Ebene über die bestehenden Staatengruppen und die Gas Coordination Group eng dazu abstimmen und koordinieren. Die Energiemärkte in Europa sind durch den gut funktionierenden Gasbinnenmarkt eng verflochten. Mit Blick auf eine drohende Verschärfung der Gasliefersituation in vielen Mitgliedstaaten brauchen wir eine gemeinsame europäische Kraftanstrengung. Es ist daher gut, dass die EU-Kommission nun Vorschläge vorgelegt hat, um alle Mitgliedsstaaten, dazu zu bewegen, verstärkt Gas einzusparen. Entscheidend ist, dass das eingesparte Gas genutzt wird, um die Gasspeicher aufzufüllen.

Viele der vorgeschlagenen Instrumente sind in Deutschland schon im Einsatz oder werden zu Zeit auf den Weg gebracht. So hat die Bundesregierung im Frühjahr Ausschreibungen zur Befüllung der Gasspeicher eingeführt. Ein zusätzliches Regelenergieprodukt mit besonderem Fokus auf die Aktivierung von Abschaltpotentialen bei Industriekunden ist zum 1. Oktober avisiert. Wichtig ist, dass alle Länder die Vorschläge der EU-Kommission aufgreifen und den Instrumentenkasten nach ihren jeweiligen Gegebenheiten zügig umsetzen. Um im Sinne der europäischen Solidarität die Gasversorgung in der EU zu gewährleisten, kann aus Sicht des BDEW auch die Einführung eines Einsparziels sinnvoll sein.“

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