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Konjunktur und Energieverbrauch

Hier die wichtigsten Inhalte der aktuellen Ausgabe in Kürze:

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Gemäß dem in Kürze erscheinenden Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsinstitute wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 voraussichtlich um nur noch 1,4 % ansteigen, nachdem im Frühjahr noch ein Anstieg von 2,7 % prognostiziert wurde. Für das kommende Jahr 2023 gehen die Institute nun sogar von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 % aus, nachdem im Frühjahr noch mit einem kräftigen Plus von 3,1 % gerechnet wurde. Auch die Vorausberechnung der Inflationsraten für die Jahre 2022 und 2023 wurden deutlich angehoben.

Die Industrieproduktion sank im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 %. Die Auftragseingänge gingen um 16,1 % zurück.

Der Stromverbrauch ist im August um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Die Stromerzeugung ist im August leicht um 0,4 % gesunken. Vor allem aus Erneuerbaren Energien wurde 10 % weniger Strom als im Vorjahr produziert, die Erzeugung aus konventionellen Kraftwerken stieg dementsprechend um knapp 8 % an. Der Anteil der Erneuerbaren Energien bezogen auf den Stromverbrauch betrug im August 41 %.

Der Stromaustauschsaldo mit dem Ausland war im August von einem leichten Exportüberschuss geprägt. Insgesamt flossen 0,4 Mrd. kWh mehr Strom ins Ausland als in umgekehrter Richtung. Damit lagen die Stromim- und -exporte ungefähr auf dem Niveau des Vorjahresmonats.

Im August 2022 wurden in Deutschland ersten Zahlen zufolge 38,5 Mrd. kWh Erdgas verbraucht. Das waren 0,6 % weniger als im Vorjahresmonat.

Die Großhandelspreise für Strom und auch die Großhandelspreise für Gas sind im Verlauf des Augusts sehr deutlich angestiegen, haben sich aber ab Ende August wieder etwas entspannt. Im Verlauf des Septembers bewegen sich die Preise auf hohem Niveau seitwärts.

Der CO2-Zertifikatepreis notierte im August bei durchschnittlich 87,35 €/t CO2. Im Verlauf des Augusts stieg der Zertifikatepreis vorübergehend deutlich an und erreichte am 19. August 2022 mit 97,58 €/t CO2 ein neues Allzeithoch, sank im Verlauf des Septembers aber wieder auf deutlich unter 70 /t CO2 ab.

Ein Sonderthema der aktuellen Ausgabe ist der tägliche Gasverbrauch im Vergleich zum Vorjahr in Abhängigkeit von der jeweiligen Witterung: Am aktuellen Rand und der gerade beginnenden Heizperiode zeigen sich schwache Indizien dafür, dass sich die Verbraucher beim Heizen derzeit in Zurückhaltung üben.

Detaillierte Informationen und Grafiken finden Sie in der aktuellen Ausgabe weiter unten zum Download.

 

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