Die BDEW-Veröffentlichung „Konjunktur und Energieverbrauch“ enthält zahlreiche aktuelle Monatsdaten, Fakten und Charts zur konjunkturellen Entwicklung, Strom-, Gas- und Fernwärmeverbrauch, Erzeugung von Strom und Fernwärme und den Preisentwicklungen im Großhandelsmarkt für Strom und Gas sowie der CO2-Preise im Emissionshandel.
- Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete für das 2. Quartal 2026 saison- und kalenderbereinigt Wachstum gegenüber dem Vorquartal in Höhe von 0,3 %.
- Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe nahm im August zu, zwar verzeichnete die Automobilindustrie Rückgänge, allerdings stieg die Produktion im Maschinenbau an.
- Der Stromverbrauch (Nettostromverbrauch zzgl. Speicherdifferenzen und Netzverlusten) betrug im September insgesamt 39,6 Mrd. kWh und lag damit kalendermonatlich 1,2 % über seinem Vorjahreswert. Normalarbeitstäglich war ein Anstieg von 1,1 % zu verzeichnen. Der Anteil der Erneuerbaren Energien bezogen auf den Bruttostromverbrauch lag bei 64 %.
- Die Stromerzeugung lag auch im September mit insgesamt +8,1 % deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Erneuerbaren Energien verzeichneten einen Produktionszuwachs von 5,4 %, die fossilen Energieträgern 13,0 %.
- Im September floss erneut entgegen der in den letzten Jahren üblichen Importüberschüsse mehr Strom aus Deutschland in das Ausland als in umgekehrte Richtung. Der Stromaustauschsaldo Deutschlands betrug -0,9 Mrd. kWh.
- Im September 2026 wurden in Deutschland nach ersten Zahlen 42,0 Mrd. kWh Erdgas verbraucht; 2,7 % weniger als im Vorjahresmonat.
- Per Saldo wurden im September 12,0 Mrd. kWh Erdgas in die Erdgasspeicher eingespeichert. Am Monatsende waren die Speicher mit 143,6 Mrd. kWh befüllt, was einem Füllstand von 58,0 % entspricht.
- Im Juli 2026 wurden 3,5 Mrd. kWh Fernwärme (einschließlich Fernkälte; vorläufig) erzeugt und verbraucht; 2,5 % weniger als im Vorjahresmonat.
- Die Termin- und Spotmarktpreise Gas stiegen im September weiter aufgrund des Iran-Kriegs an. Auch die CO₂-Zertifikatspreise zeigten einen moderat steigenden Trend. Resultierend aus dem Anstieg der Gas- und CO₂-Preise, stiegen auch die Stromterminpreise im September deutlich an. Auch der Spotmarkt für Strom zeigt ein deutlich erhöhtes Niveau.
- Sonderthema dieser Ausgabe ist eine detaillierte Analyse des Rollouts für intelligente Strommesssysteme (Smart-Meter) auf Basis des Benchmarks der Bundesnetzagentur zum Stichtag 30.06.2026. Insgesamt sind inzwischen 26,1 % der Pflichteinbaufälle mit Smart-Metern ausgestattet.