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Spotlight Erneuerbare Stromerzeugung: Die wichtigsten Kennzahlen

Wie läuft der Ausbau der Erneuerbaren und wie viel Strom liefern sie? Eine neue BDEW-Publikation fasst die wichtigsten Zahlen zusammen.

Erneuerbaren Energien: Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick

© Rasmus Andersen / Unsplash

Erneuerbare Energien leisten einen stetig wachsenden Beitrag zur Deckung des Strombedarfs in Deutschland. 2025 hat die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien einen neuen Rekordwert erreicht. Erneuerbare Energien deckten gut 56 Prozent des Bruttostromverbrauchs im vergangenen Jahr. Damit ist der Anteil nur leicht im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Zwar steigerte sich die Stromerzeugung aus Photovoltaik durch den Zubau deutlich, aufgrund historisch schlechter Witterungsbedingungen ging die Stromerzeugung aus Windenergie aber zurück.

Wo stehen wir aktuell in der Energiewende? Wie geht der Ausbau der Erneuerbaren voran und wie viele Volllaststunden erzielen die Windräder? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert die neue BDEW-Publikation „Spotlight Erneuerbare Stromerzeugung“, die am Ende dieser Seite als PDF-Download zur Verfügung steht.

Wie geht der Ausbau der Erneuerbaren Energien voran?

Im Jahr 2025 wurden voraussichtlich 17,7 GW Photovoltaik (PV) installiert. Bis Ende 2026 fehlen damit nur noch weitere 10 GW, um den Zielwert für 2026 zu erfüllen. Außerdem wurden 5,3 GW Wind an Land und 0,5 GW Wind auf See ausgebaut. Für das Zwischenziel 2026 wären weitere 16 GW für Wind an Land erforderlich, hier ist ein höheres Tempo im Ausbau erforderlich. Positive Signale kommen aus den hohen Mengen in der Ausschreibung und den Genehmigungen.

Im laufenden Jahr wurden bereits 6,7 GW PV registriert, damit läuft der Zubau in diesem Jahr in ähnlich hohem Tempo wie in den letzten zwei Jahren. Der bisherige Ausbau Wind an Land im Jahr 2026 ist mit 2,1 GW etwas höher als das Vorjahresniveau. Bei Wind auf See wurde bereits ein Zubau von 0,9 GW registriert, das ist mehr als im ganzen letzten Jahr.

 

Dossier: Erneuerbare Energien
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Wie groß ist der Anteil der Erneuerbaren bei der Stromerzeugung?

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen. Der EE-Anteil lag im letzten Jahr bei 56 % des Bruttostromverbrauchs. In den ersten vier Monaten 2025 war die Erzeugung aus Wind witterungsbedingt außerordentlich niedrig. Die PV-Erzeugung lag im Jahr 2025 dank des Zubaus deutlich höher als im Vorjahr (+21 %), dadurch nahm aber auch die Anzahl negativer Preisstunden und reduzierter PV-Erzeugung durch Redispatch zu Zeiten hoher PV-Erzeugung zu. Hier zeigt sich ein Bedarf an Flexibilitäten und Netzausbau, um die erzeugten Mengen optimal zu verwerten.

Vollaststundenkorridor für Wind an Land

Eine Volllaststunde ist ein Maß dafür, wie viel Strom pro installierte Leistung erzeugt werden konnte. Dieser Wert dient bei den volatilen erneuerbaren Energien dazu, die Witterungsabhängigkeit zu analysieren. Je höher die Volllaststunden, desto besser sind die Windbedingungen, desto mehr Strom wird erzeugt. Die Volllaststunden waren im ersten Quartal 2025 unterdurchschnittlich aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen. Seit Mai 2025 wurden wieder durchschnittliche Werte erbracht. Im Januar und Februar 2026 wurden relativ hohe Volllaststunden erreicht, während der Mai 2026 unterdurchschnittlich ausfiel. In der PDF-Publikation (siehe unten) finden Sie den Volllaststundenkorridor ebenfalls für Wind auf See und Photovoltaik.

Wie hat sich der Ausbau von Stromspeichern entwickelt?

Stromspeicher ermöglichen es, wetterbedingte Schwankungen bei der Stromerzeugung aus Wind und Sonne auszugleichen. Dadurch erhöhen sie die Versorgungssicherheit und unterstützen den stabilen Betrieb des Stromnetzes – ein echter Hebel für den Erfolg der Energiewende. Die installierte Leistung von Stromspeichern ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Batteriespeicher unter 30 kWh haben am stärksten zu diesem Wachstum beigetragen, in den letzten 18 Monaten zeigt sich aber auch ein verstärkter Ausbau von Großbatteriespeichern > 1.000 kWh.

Der überwiegende Teil an Speicherkapazität stammt jedoch nach wie vor aus Pumpspeichern. Sie pumpen in Zeiten mit großem Stromangebot aus Erneuerbaren Energien Wasser in ein höher gelegenes Wasserreservoir. Bei Bedarf kann das Wasser abgelassen werden und dadurch Turbinen antreiben, die wiederum Strom erzeugen.

Ausschreibungsergebnisse für Photovoltaik und Windenergie

Die Ausschreibungen für Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen der Bundesnetzagentur (BNetzA) sind zentrale Instrumente der deutschen Energiepolitik, um den Zubau erneuerbarer Energien kosteneffizient und planbar zu steuern. Sie regeln, welche Projekte eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung oder Marktprämie erhalten und wie hoch diese sind.

Die Ausschreibungsmengen für Wind an Land haben sich in den letzten Jahren deutlich gesteigert und auch die Gebotsmengen zeigen in den letzten sechs Ausschreibungen eine deutliche Steigerung. In den letzten zwei Ausschreibungen wurde sogar mehr als doppelt so viel geboten wie ausgeschrieben. Dieser Wettbewerb sorgt auch für ein signifikantes Absinken des durchschnittlichen Zuschlagswertes.

Bei den PV-Ausschreibungen des 1. Segment werden PV-Freiflächenanlagen ausgeschrieben. Die Ausschreibungen seit 2023 waren durchgehend überzeichnet. Bis März 2025 zeigte sich ein sinkender Trend im mengengewichteten Zuschlagswert, seitdem pendelt der Wert aktuell bei rund 5 ct/kWh. Auch im 2. Segment (Große PV-Aufdach) zeigt sich wie im 1. Segment in den letzten Ausschreibungen kein weiteres Absinken des Zuschlagswerts. Die letzte Ausschreibung war deutlich unterzeichnet.

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