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Digital@EVU-Studie 2026: Wie digital und KI-basiert arbeiten Energieunternehmen?

Die Energiewirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: Sie muss die Energiewende bewältigen und zugleich eine tiefgreifende digitale Transformation gestalten. 

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© Conny Schneider / Unsplash

Eine der drängendsten Herausforderungen ist das Ausmaß der Investitionen, die erforderlich sind, um die Energiewende zu ermöglichen. Die globale Energiebranche überschritt im Jahr 2024 erstmals ein Investitionsvolumen von $3 Billionen, davon entfallen $2 Billionen pro Jahr auf Investitionen in saubere Energien, einschließlich erneuerbarer Stromerzeugung, Netzen und unterstützender Infrastruktur. Die Finanzierung dieser Investitionslücke ist für Versorgungsunternehmen in ganz Europa zu einem zentralen Anliegen geworden. Gleichzeitig befindet sich der Sektor in einem grundlegenden Transformationsprozess.

Digitalisierung und künstliche Intelligenz entwickeln sich zu wesentlichen Hebeln zur Steigerung von Effizienz, Resilienz und Kapitalproduktivität. Digitale und KI-gestützte Ansätze helfen Versorgungsunternehmen, entlang der gesamten Wertschöpfungskette Wertpotenziale zu erschließen und ihre Fähigkeit zu stärken, die Transformation aus eigener Kraft zu finanzieren.

Vor diesem Hintergrund schafft die Digital@EVU Studie, die gemeinsam von BDEW, VSE, Kearney und IMP³ROVE vorangetrieben wird, Transparenz über den Stand der digitalen und KI-basierten Transformation in der Energiewirtschaft. Seit 2016 unterstützt die Studie Versorgungsunternehmen mit einer strukturierten Bewertung ihres digitalen Reifegrads sowie mit konkreten Impulsen für die weitere Entwicklung.

Zentrale Ergebnisse der Digital@EVU-Studie 2026:

Die Studie zeigt, dass Energieversorgungsunternehmen (EVU) die Potenziale von Künstlicher Intelligenz (KI) als relevant für ihre Gesamtstrategie erachten. Ein Drittel der Unternehmen haben bereits eine eigene KI-Strategie umgesetzt, während weitere 58 Prozent der EVU ihre KI-Strategie planen.

Mit Blick auf das „digitale Unternehmen” zeigt sich, dass EVU zu 56 Prozent genaue Vorstellungen von den notwendigen Zukunftskompetenzen haben. Um diese umzusetzen, müssen sie jedoch ihre Personalstrategie deutlich verbessern. Nur 29 Prozent der Unternehmen haben eine Personalstrategie zur Entwicklung von Zukunftskompetenzen.

Datenanalysen und KI werden für die Unternehmen immer wichtiger. Das zeigt die Studie deutlich. Allerdings zeigt die Befragung auch, dass im Vergleich zu den Ergebnissen vor drei Jahren – Digital@EVU2023 - viele der damals herausgearbeiteten zentralen Hürden weiterhin bestehen.  Gerade für kleinere EVU sind diese nicht ohne weiteres zu überwinden.

In den Bereichen Erzeugung und Übertragung bzw. Verteilung hingegen zeichnet sich klar ein positives Bild ab: Viele von den relevanten KI-Anwendungen etablieren sich mit Verbreitungsgraden von durchschnittlich 30 - 50 Prozent.

„Die Digital@EVU-Studie 2026 beweist eindrücklich, dass die digitale Transformation und insbesondere KI keine Nischenthemen für die Unternehmen der Energiewirtschaft sind“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Die Dynamik ist klar: Immer mehr Unternehmen entwickeln Strategien für eine KI-Nutzung mit echten Produktivitäts- und Effizienzgewinnen. Die Potenziale sind dabei noch längst nicht ausreichend gehoben. Es freut mich zu sehen, dass wir als Branche hier große Schritte nach vorne machen.“

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