Preissignale aus dem Netz können, sofern sie richtig ausgestaltet sind, Anreize für eine optimiert netzdienliche Netznutzung setzen. Das von der BNetzA vorgeschlagene Modell zu dynamischen Netzentgelten ist dafür jedoch nicht geeignet. Grundvoraussetzung für eine Anreizsetzung über Preissignale aus dem Netz ist, dass diese für alle Beteiligten leistbar, anwendbar und nachvollziehbar sind. Daher kommt der Abwägung zwischen Aufwand und Nutzen eine essenzielle Rolle zu.
Ein Netzausbau, der jede denkbare Gleichzeitigkeit abbildet, ist weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Um Spitzen in der Netzauslastung zu reduzieren und Netzkapazitäten effizienter zu nutzen, braucht es passende Instrumente, die eine effiziente zeitliche und räumliche Verschiebung von Einspeisung und Verbrauch unterstützen. Dies ist über variable Entgeltkomponenten erreichbar.