Mit dem Stellungnahmeentwurf der Radio Spectrum Policy Group positioniert sich die EU-Kommission zur Auseinandersetzung der Festnetz- und Mobilfunkbranche, ob das 6-GHz-Band zukünftig für Mobilfunk oder WLAN bereitstehen sollte. Beide Seiten fordern eine ausschließliche Nutzung des Spektrums, um möglichen Kapazitätsengpässen infolge der steigenden Datennutzung vorzubeugen. Die RSPG erkennt den wachsenden Bedarf an den Frequenzen an und schlägt vor, das Frequenzband weiterhin sowohl für Mobilfunk- und WLAN-Anwendungen zu nutzen.
Innerhalb der RSPG zeichnet sich allerdings eine leichte Präferenz ab, 160 MHz des Spektrums dem WLAN zur Verfügung zu stellen. Zugleich wird auch eine exklusive Zuteilung an den Mobilfunk sowie die Freigabe von 80 oder 360 MHz für WLAN diskutiert.
Positionierung der Verbände
BDEW, BREKO und VKU plädieren dafür, dass das gesamte obere 6-GHz-Band für die WLAN-Nutzung zur Verfügung gestellt wird. Eine Aufteilung der Frequenzen stehen die Verbände kritisch gegenüber – insbesondere, da aktuelle Studien aufzeigen, dass durch den derzeitigen Trend beim Datenverbrauch keine zusätzlichen Spektren für die Nutzung durch Mobilfunknetzbetreiber notwendig sind. Zudem sprechen wir uns gegen eine Hortung von Frequenzen aus, um diese dem Markt zur Verfügung stellen zu können.