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Zuhause sparen: Energieeffizienz in privaten Haushalten

Verbraucher können an vielen Stellen im Haushalt effektiv Energie sparen. Verschiedene Tools helfen dabei.

Wir sagen Ihnen, an welchen Stellen Energie im Haushalt effizient eingesetzt werden kann.

Plattform: Ganz einfach Energie sparen

Die informative Website bietet eine Anbieterliste von neutralen Experten zum Thema Energieeffizienz aus ganz Deutschland sowie hilfreiche Servicetools rund ums Energiesparen, darunter den Vergleichsrechner „Stromverbrauch im Haushalt“, einen Gebäudecheck und eine Fördermittelauskunft zu Modernisierungs- und Neubauvorhaben bei Immobilien.

Hier gelangen Sie direkt zur Website von "Ganz einfach Energiesparen".

Frau auf Sofa mit Macbook© placeit.net

Hilfe im Dschungel der Energielabels

Das bekannte Energielabel informiert Verbraucher seit den 1990er Jahren mit den markanten Farbbalken von grün bis rot über den Energieverbrauch und damit die Energieeffizienz von Elektrogroßgeräten. Doch auch wenn sie fast jeder kennt: Die Vielfalt ist sehr groß. Fast alle Haushaltsgeräte werden nach den Energieeffizienzklassen A+++ bis D eingeteilt. Seit September 2017 gelten diese auch für Staubsauger. Die Energieeffizienz von zum Beispiel Waschtrocknern werden dagegen nach den Klassen A bis G beurteilt. Seit Januar 2018 fallen Einzelraumgeräte ganz neu unter die Kennzeichnungspflicht. Sie werden in neun Klassen von A++ bis G eingeteilt.

Energieeffizienz_Energielabels© HEA

Doch bei weitem nicht alle Klassen gelangen in den Verkauf. Bei Kühl- und Gefriergeräten, Waschvollautomaten und Geschirrspülern dürfen nur die drei besten Klassen A+, A++ und A+++ neu in den Handel gebracht werden. Denn die Klassen A bis D erfüllen nicht mehr die Mindestanforderungen für Energieeffizienz der europäischen Ökodesign-Verordnungen. Der technische Fortschritt ist so rasant, dass A+ hier nicht die drittbeste Energieeffizienzklasse ist, sondern die schlechteste, die noch verkauft werden darf und A++ ist damit nur Mittelmaß.

Ab 2021 verschwinden stufenweise die „Plus“-Klassen und das Energielabel wird modernisiert. So hat es 2017 die Europäische Union beschlossen. Die auffälligste Änderung ist dabei die Rückkehr zur einheitlichen Energieverbrauchsskala mit den Klassen A bis G. Grundsätzlich soll das Erscheinungsbild mit der siebenstufigen Farbskala von Rot bis Grün aber erhalten bleiben. Alle bestehenden Labels werden dann nach und nach umgestellt.

Strompreisvergleich leicht gemacht: Der "Stromspiegel für Deutschland"

Die eigenen Stromverbrauchswerte interessieren Kunden besonders dann, wenn die jährliche Stromrechnung zugestellt wird. Aber wie lässt sich diese auswerten? Detaillierte Vergleichswerte liefert der „Stromspiegel für Deutschland“. Er unterscheidet beim Stromverbrauch nach Haushaltsgröße, Art der Warmwasserbereitung und Gebäudetyp und ist damit eine gute Orientierungshilfe bei der Bewertung des eigenen Verbrauchs. Grundlage dafür sind mittlerweile 161.000 Verbrauchsdaten und aktuelle Studien der Projektpartner.

Online-Rechner erleichtert Auswertung

Der HEA-Onlinerechner basiert auf dem Stromspiegel und erleichtert die Auswertung. Nach wenigen Klicks können Privathaushalte ihren Verbrauch in sieben Klassen, von Grün („gering“) bis Rot („sehr hoch“), einordnen. Zeigt die Ampel Grün kann der Kunde zufrieden sein. Steht sie auf Gelb oder sogar Rot, sollte er seine Geräteausstattung prüfen und sein Verbrauchsverhalten hinterfragen. Mitgliedsunternehmen des BDEW können den HEA-Onlinerechner in ihre Homepage einbinden. Der Online-Rechner ist auch auf der Serviceplattform www.ganz-einfach-energiesparen.de des BDEW und seiner Marktpartnerorganisation HEA integriert.

Über den „Stromspiegel für Deutschland“

Der „Stromspiegel für Deutschland“ liefert Vergleichswerte für den Haushaltsstromverbrauch und berücksichtigt dabei die individuelle Wohnsituation. Das Projekt wird seit 2014 von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis getragen. Projektpartner sind neben dem BDEW und seiner Marktpartnerorganisation HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. das Bundesumweltministerium, der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e. V. (eaD), die co2online gemeinnützige GmbH, die Deutsche Energie-Agentur (dena), der Deutsche Mieterbund (DMB), die EnergieAgentur NRW, das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, das Öko-Institut e.V., der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und die Verbraucherzentrale Energieberatung.

Waschmaschine mit Energielabels© Miele

Fachwissen zu Hausgeräten

Die HEA-Fachwissen-Datenbank stellt seit vielen Jahren eine einzigartige und kostenlose Informations- und Weiterbildungsquelle zu Hausgeräten dar. Mitarbeiter von Energieversorgungsunternehmen aus den Bereichen Energieberatung, Vertrieb und Marketing, Energiegemeinschaften, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit genauso wie Journalisten, Elektrofachhandel, Auszubildende, Schüler und Studenten können sich hier umfassend zu Haushaltsgroßgeräten informieren. Ein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung der Geräte. Ausführlich wird etwa das Energielabel oder die Anforderungen aus der Ökodesign-Verordnung sowie aus dem neuen ElektroG zum Recycling erklärt. Eine Vielzahl von anschaulichen Grafiken und Bildern heben Wichtiges hervor und erklären Aufbau und Ausstattungsdetails.

Die HEA-Fachgemeinschaft ist die Marktpartner-Organisation des BDEW. Basis für das Internetangebot ist der bekannte Bilderdienst, der fast 50 Jahre lang anschaulich über elektrische Anwendungstechnik informierte. Mit der Online-Umstellung können die Fachinformationen nun einfach, übersichtlich und kostenlos genutzt werden.

Lesen Sie hier, wie Sie zusätzlich Energie sparen können.


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