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Mehr Wasserstoff im deutschen Gasnetz!?

Um Wasserstoff vielfältig einsetzen zu können, müssen noch einige regulatorische Rahmenbedingungen angepasst und technischen Möglichkeiten ausgereift werden. Die Avacon Netz GmbH und der DVGW widmen sich in einem Forschungsprojekt aktuell erhöhter Wasserstoffeinspeisekapazitäten im Gasnetz.

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© Avacon

547.000 km Gasleitungen und 47 Untergrundspeichern durchlaufen die ganze Bundesrepublik. Hauptsächlich wird heute Erdgas durch dieses Netz befördert. Doch theoretisch birgt das Netzwerk ebenso großes Potenzial für den Transport und die Speicherung von Wasserstoff. Gleichzeitig besteht neben der Industrie und dem Verkehr im Wärmemarkt ein Anwendungsfeld mit großem CO2-Einsparungspotenzial.

Momentan liegt der erlaubte Grenzwert einer Wasserstoffbeimischung bei bis zu 10 Vol.-%. Doch wieso konnte bis dato noch kein größerer Anteil an Wasserstoff durch das Gasnetz geleitet werden? Zum einen sind hierfür die regulatorischen Rahmenbedingungen noch nicht gegeben. Zum anderen gibt es auch noch offene technische Fragestellungen, da Wasserstoff andere chemische Eigenschaften besitzt als Erdgas. 

Das „Innovationsvorhaben 20 Vol.-% Wasserstoff“ untersucht nun erstmals die möglichen Folgen einer deutlich höheren Wasserstoffeinspeisung ins deutsche Gasverteilnetz. Dabei werden im Jerichower Land in Sachen-Anhalt Gasheizungen, andere Gasendgeräte und die Gasinstallation einem Wasserstoff-Verträglichkeitstest unterzogen.

Skizze des Projektes „Innovationsvorhaben 20 Vol.-% Wasserstoff“ © Avacon

Die Ergebnisse an diesem Standort sind für die verschiedenen Verteilnetzbetreiber gut skalierbar, da die dort verbaute Netzinfrastruktur repräsentativ für das Gasverteilnetz ist. Insgesamt werden 350 Netzanschlussnehmer durch diesen 35 kilometerlangen Netzabschnitt versorgt.

Bei positiven Resultaten besteht die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen anzupassen und in Zukunft eine 20-prozentige Beimischung in das vorhandene Gasnetz zu gewährleisten. Das Projekt steht im Rahmen des DVGW-Energieimpulses und der E.ON-Initiative „Grünes Gas aus Grünem Strom“ und wird vom Tochterunternehmen Avacon Netz GmbH und des DVGW bis Mitte 2023 implementiert.

Das Projekt wird im Rahmen der BDEW-Wasserstoff-Kampagne als Best-Practice-Beispiel der Woche vorgestellt. Mit der Kampagne nimmt der BDEW das vielseitig einsetzbare „Energietalent“ Wasserstoff in den Fokus. Die Kampagne umfasst verschiedene Kommunikationsmaßnahmen von der Pressearbeit, über Social Media bis hin zu Veranstaltungen.

Auf der Kampagnen-Webseite stellt der BDEW u.a. wöchentlich neue Best-Practice-Projekte von Mitgliedsunternehmen vor. Möchten auch Sie sich mit Ihrem Wasserstoffprojekt beteiligen? Melden Sie sich gerne bei uns und nutzen auch den gemeinsamen Kampagnenhashtag #Energietalent.

WIR.ERREICHEN.MEHR.

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