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Die Energiewende braucht einen PV-Boom

Als erster energiewirtschaftlicher Verband legt der BDEW eine umfassende Photovoltaik-Strategie vor. Mit mehr als 60 konkreten Handlungsempfehlungen zeichnet der BDEW auf, wie Photovoltaik forciert ausgebaut und in das Energieversorgungssystem integriert werden kann. 

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© anatoliy_gleb/ Shutterstock

Die Energiewende und das Ziel der Klimaneutralität benötigen mehr Erneuerbare Energien. Die Photovoltaik spielt hier neben der Windenergie eine der zentralen Rollen.

Der BDEW stellt mit seiner umfassenden PV-Strategie Maßnahmen und Instrumente dar, mit denen der erforderliche PV-Zubau beschleunigt werden kann. Denn das Ausbauziel bis zum Jahr 2030 für PV kann und muss auf mindestens 150 Gigawatt erhöht werden. Nur so werden die Klimaziele erreichbar sein. Für den daraus abgeleiteten durchschnittlichen Zubau in Höhe von mindestens 10 Gigawatt netto p. a. bis 2030 ist aber ein strukturiertes und konsistentes Ausbaukonzept wichtig.

In der PV-Strategie gibt der BDEW Handlungsempfehlungen für den verstärkten Ausbau von PV-Dachanlagen, Freiflächenanlagen und innovativen Lösungen. 

Der BDEW macht Vorschläge, wie es für Haushalte und Gewerbe attraktiver wird, eine PV-Anlage aufs Dach zu montieren. Die Anlagenbetreiber sollen u. a. die Wahl haben, wie sie den regenerativen Strom nutzen: Zum Eigenverbrauch, für die Belieferung an Dritte im Wohn-Quartier oder zur Vermarktung des Stroms an der Börse. Bürokratische und administrative Hemmschwellen für die Dachflächen-Photovoltaik müssen konsequent beseitigt werden.

Bei PV-Freiflächenanlagen gilt ebenso wie bei der Windenergie: Das Flächenpotenzial muss erweitert und ausgeschöpft werden. Dazu gehören auch innovative Konzepte wie Agri-PV oder schwimmende Solar-Anlagen. Sie senken Flächenkonkurrenzen und tragen zur Akzeptanz bei. 

Es geht aber nicht allein um mehr solare Stromerzeugung. In Blick wird auch die Einbettung der Photovoltaik in das Energieversorgungssystem genommen, also die Netz- sowie die System- und Marktintegration. 

Dazu Kerstin Andreae: „Die Zeit der energiepolitischen Trippelschritte muss beendet sein. In den kommenden Jahren müssen die Weichen hin zur Klimaneutralität und den 2030-Zielen gestellt werden. Die Photovoltaik spielt dabei eine zentrale Rolle.“

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