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Wärmewende: Die SWM gestalten Münchens Klimazukunft

Kyoto-Protokoll 1997, Pariser Klimaabkommen 2015, UN-Klimakonferenz Glasgow 2021 – seit Jahren strebt die internationale Gemeinschaft danach, die Erderwärmung auszubremsen. Um die Emissionen zu reduzieren, benötigt es Entschlossenheit, die dafür notwendigen Maßnahmen umzusetzen. Ein Unternehmen, das sich bereits seit 2008 der Energiewende intensiv widmet, sind die Stadtwerke München, SWM.

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© Stadtwerke München

Ein Unternehmen, das sich bereits seit mehr als einem halben Jahrzehnt dem Klimaschutz intensiv widmet, sind die Stadtwerke München, SWM. Ihre „Ausbauoffensive Erneuerbare Energien“ ist fest im „Integrierten Handlungsprogramm Klimaschutz“ der Stadt München verankert.

Gerade als kommunales Energieunternehmen stehen die Stadtwerke München (SWM) in der Verantwortung, die Energiewende maßgeblich mitzugestalten. Deshalb haben die SWM im Jahr 2008 die Ausbauoffensive Erneuerbare Energien gestartet: Ab 2025 wollen die Stadtwerke München so viel Ökostrom in eigenen Anlagen produzieren, wie ganz München verbraucht. Dieses Ziel ist fast erreicht. Innerhalb von nur zwölf Jahren haben die SWM den Ökostrom-Anteil für die bayrische Landeshauptstadt von unter 5 Prozent auf 90 Prozent ausgebaut. 

Wärmewende der Stadtwerke München findet europaweit Anerkennung

Mehr als 50 Prozent der gesamten Energie, die in Deutschland verbraucht wird, fließt in die Wärmeversorgung. Um hier klimaneutral zu werden, treiben die SWM die Energiewende auch in der Wärmeversorgung voran. Erklärtes Ziel der SWM ist es, den Münchner Bedarf an Fernwärme bis spätestens 2040 klimaneutral zu decken. Dazu setzt die SWM vorrangig auf den Einsatz von Tiefengeothermie.

Visualisierung des fertigen Energiestandorts München Süd mit Geothermieanlage, Wärmespeicher, Gas- und Dampfturbinenanlagen und Fernkälte © SWM

Dafür treiben sie den Ausbau der Geothermie in und um München voran und modernisieren parallel das Münchner Fernwärmenetz, um die aus der Tiefe gewonnene Energie in die Haushalte bringen zu können. Europaweit gelten die SWM damit als Vorbild: In ihrer überarbeiteten Erneuerbare-Energien- Richtline verweist die EU-Kommission als gutes Beispiel auf das Engagement der SWM bei den Zielen der Wärmewende. 

Größte Geothermieanlage Deutschlands am Energiestandort Süd

Die SWM betreiben bereits seit 2004 mehrere Geothermieanlagen in der Metropolregion München. Direkt in München, am Energiestandort Süd in Sendling, haben die SWM die größte Geothermieanlage Deutschlands gebaut. Bei Vollbetrieb kann hier so viel Fernwärme produziert werden, wie rund 80.000 Einwohner Münchens zur Deckung ihres Wärmebedarfs benötigen – und das auf umweltschonende Art und Weise. 

Modell des Heizkraftwerks Süd © SWM

Eine Wärmestation macht die Geothermie für die Fernwärme nutzbar und bindet sie in die Versorgungssysteme des Energiestandorts Süd ein. So kann die Wärme in alle drei Abschnitte des Münchner Heizwassernetzes eingespeist werden, die vom Energiestandort Süd aus versorgt werden. So ist eine hohe Auslastung der Anlage sichergestellt.

Geothermie, Fernkälte, Energiespeicher

Mithilfe eines Fernwärme-Speichers soll künftig außerdem die Wärmeerzeugung vom Wärmebedarf entkoppelt werden – die Auslastung der Geothermieanlage kann somit weiter erhöht und der Einsatz der KWK-Anlagen am Standort optimiert werden. Mit der überschüssigen Wärme soll an diesem Standort zukünftig auch umweltfreundlich Fernkälte für die Münchner Innenstadt produziert werden.


Projektdaten „Auf einen Blick“:

Der Energiestandort Süd in München-Sendling versorgt die Einwohner der Metropole München zeitgemäß mit Energie: Hier steht Deutschlands größte Geothermieanlage, die klimaneutrale Fernwärme für ca. 80.000 Menschen liefern kann. Außerdem werden die Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen des Heizkraftwerks modernisiert, um noch effizienter Strom und Wärme zu erzeugen. Zukünftig soll am Energiestandort Süd auch klimafreundliche Fernkälte für die Münchner Innenstadt produziert werden.

Technische Daten

  • Geothermieanlage Energiestandort Süd
  • Tiefe der Bohrungen: 6 Bohrungen mit 3.741 – 4.443 m
  • Gesamtlänge: 24,7 km
  • Thermalwassertemperatur: 90 - 108 °C
  • Förderrate: ca. 330 Liter/Sekunde
  • Erzeugungsleistung: ≥ 60 MWth
  • Wärmespeicher (geplant): ca. 50.000 m3 Fassungsvermögen
     

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