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Wasserstoff-Netz unterstützt Dekarbonisierung des Hamburger Hafens

Wasserstoff kann dazu beitragen industrielle Prozesse Schritt für Schritt zu dekarbonisieren. Nun nutzt Gasnetz Hamburg seine Infrastruktur, um die Hafenindustrie bei diesem Ziel zu unterstützen. 

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© Gasnetz Hamburg GmbH

Ein wichtiges Anwendungsfeld für Wasserstoff stellt die Industrie dar, da viele Prozesse in der Industrie nur schwer elektrifizierbar sind. Daher liegt hier mit grünem Wasserstoff großes Potenzial, CO2 einzusparen und so das Klima zu schützen. Diese Stärke von klimaneutralem Wasserstoff nutzt Gasnetz Hamburg nun, um die Emissionen der energieintensiven Industrie im Hafen zu verringern und setzt dabei auf den Ausbau und die Umwidmung ihres Gasnetzes. 

Im Rahmen des Projektes "Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz" soll bis 2030 ein neues Wasserstoffkernnetz errichtet und bis 2035 sukzessive durch zahlreich angrenzende Erdgasleitungen ergänzt und umgewidmet werden. Mit einer solchen umfangreichen Wasserstoffinfrastruktur kann gewährleistet werden, dass das grüne Gas dort hergestellt und bereitgestellt wird, wo es tatsächlich verwendet wird.

Zudem ist vor allem der Nutzen für den Klimaschutz besonders hoch – nämlich mit einer CO2-Ersparnis der Industrie von 34 Prozent bis 2030. Rund 3,3 Gigawatt Wasserstoffkapazität könnten die Leitungen befördern. Das erlaubt eine Wasserstofftransportmenge von rund 100 Tonnen pro Stunde – also das Transportvolumen von 100 Wasserstoff-Tank-LKWs pro Stunde.

Interaktive Karte zu Hamburgs Wasserstoffzukunft © Gasnetz Hamburg GmbH

Um auf verschiedenste Szenarien vorbereitet zu sein, umfasst die Planung des Netzes mehrere Möglichkeiten: für die Einspeisung durch lokale Elektrolyseanlagen im Hafen, Anlieferung über Ferngasleitungen aus Schleswig-Holstein oder den Niederlanden sowie ein möglicherweise entstehendes Wasserstoff-Importterminal an der Elbe.

Auch für die H2-Mobilität bietet HH-WIN ideale Anschlussmöglichkeiten: Tankstellen für den Schwerlastverkehr und für Fahrzeuge sowie Schiffe in der Hafenlogistik lassen sich direkt an die geplante Wasserstoffinfrastruktur anschließen.

Die wöchentlichen Best-Practice Beispiele sind Teil der BDEW-Wasserstoff-Kampagne „Energietalent Wasserstoff“, mit der der BDEW den vielseitig einsetzbaren Energieträger in den Fokus nimmt. Die Kampagne umfasst verschiedene Kommunikationsmaßnahmen von der Pressearbeit, über Social Media bis hin zu Veranstaltungen. 


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