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Statement für die Presse:

Stefan Kapferer zum Bundeshaushalt 2019

Der Bundeshaushalt 2019 wurde heute vom Bundestag gebilligt. Hierzu Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

„Wir begrüßen, dass Mittel aus dem Energie- und Klimafonds in großem Umfang in den weiteren Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für E-Autos fließen sollen. Damit untermauert die Regierung ihr Vorhaben, die Errichtung von zusätzlichen 100.000 Ladepunkten bis 2020 zu fördern und setzt einen wichtigen Impuls für die Verkehrswende. Wichtig ist allerdings, auch den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur im Blick zu behalten – schließlich finden dort über 80 Prozent der Ladevorgänge statt. Die Regierung sollte ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einlösen und endlich die Hürden im Miet- und Wohneigentumsrecht abbauen. Die Möglichkeit, private Ladeinfrastruktur zu installieren, ist ein zentraler Faktor bei der Anschaffung eines E-Autos und damit entscheidend für den Erfolg der Elektromobilität.

Was im Haushaltsentwurf hingegen komplett fehlt, sind Mittel für eine Sanierungsoffensive im Gebäudebestand. Dabei ist das ein zentraler Hebel für mehr Klimaschutz und Energieeffizienz: Immerhin entfallen auf den Gebäudesektor rund 30 Prozent des CO2-Ausstoßes und über 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs. Hier liegen große Potentiale brach, die mit relativ simplen Mitteln gehoben werden könnten. Ein wirkungsvoller Hebel: Modernisierungsmaßnahmen wie der Heizungstausch im selbstgenutzten Wohneigentum sollten steuerlich absetzbar sein. Das würde die Sanierungsrate deutlich anheben und wäre ein effizientes Mittel zur CO2-Minderung.“

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