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#ZahlderWoche

Zahl der Woche/ 165 Millionen Euro …

… unnötiger Kosten entstehen durch den Einbau von Kartenlesegeräten an öffentlichen Ladesäulen / Beim Ladesäulenausbau drohen jahrelange Verzögerungen

Die Bundesregierung plant mit der neuen Ladesäulenverordnung den verpflichtenden Einbau von Kartenlesegeräten an allen Ladesäulen. Damit soll das Bezahlen an Ladesäulen verbraucherfreundlicher werden. Indes, das Gegenteil ist der Fall. Die geplante Vorgabe zieht ein Investitionsvolumen von 165 Millionen Euro nach sich, wie dem Referentenentwurf zu entnehmen ist. Zum Vergleich: Der gesamte Fördertopf für öffentliche Ladeinfrastruktur enthält ein Volumen von 500 Millionen Euro ab 2021. Der Einbau der Geräte erhöht die Kosten für den Aufbau der Ladeinfrastruktur und macht damit letztlich auch den Strom für das Laden teurer. Darüber hinaus sind die entsprechenden Modelle noch gar nicht am Markt verfügbar.

„Der Vorschlag zum verpflichtenden Einbau von Kartenlesegeräten ist ein Bremsklotz für die Elektromobilität. Die noch ausstehende eichrechtliche Zulassung der Geräte wird dauern, solange stockt der Ladesäulenausbau. Ohne Not, denn es gibt schon längst alternative digitale und mobile Bezahlmethoden. Der Kunde verliert damit dreifach: Der Ausbau hakt, spontanes ad hoc Laden wird teurer und die heute digital sichergestellte Preistransparenz geht mit den Kartenlesegeräten verloren. Dies ist eine absolut kontraproduktive Regelung für die Elektromobilität. Von Verbraucherfreundlichkeit oder einer durchdachten Lösung kann hier keine Rede sein“, betont Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.
 

Übrigens: Umfassende Informationen rund um das Thema Elektromobilität finden Sie in der Pressemappe „Die Mobilität der Zukunft“.

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