Sicherheit und Resilienz, die in der politischen und öffentlichen Diskussion deutlich an Bedeutung gewonnen haben, sind für die Trink- und Abwasserwirtschaft in Deutschland schon seit langem Verpflichtung.
Die Steuerung über gut durchdachte Systeme vom Risiko-, über das Krisen-, das Datenschutz- und Informationssicherheitsmanagement bis hin zum auditierten technischen Sicherheitsmanagement, bilden bisher eine sehr gute Basis dafür, unsere Dienstleistungen versorgungssicher und in der gesetzlich geforderten Qualität zu liefern.
Im Ringen um tragfähige Lösungen für Europa und für unser Land kommen Sicherheit und Resilienz, insbesondere in der Wasserver- und Abwasserentsorgung, eine besondere Bedeutung zu. Dies spiegeln auch die reformierten Rechtsrahmen wider, die mit dem KRITISDachGb sowie dem NIS2-Umsetzungsgesetz für viele Unternehmen der Wasserwirtschaft Gültigkeit haben.
Ziel beider sich ergänzender Gesetze ist es, die Sicherheit und Resilienz sowohl für die Netzwerk- und Informationstechnologien in zentralen Prozessen sowie für die physischen Anlagen und Infrastrukturen zu verbessern. Auf Basis eines „All-Gefahren-Ansatzes“ sind bei der physischen Sicherheit Szenarien wie Naturkatastrophen, Spionage, Sabotage, Terroranschläge, aber auch massives menschliches Versagen im Rahmen einer Risikoanalyse in den Blick zu nehmen und hierauf aufbauend, bestmögliche Maßnahmen zu etablieren, konkret einen Resilienzplan aufzustellen. Hiermit sollen Schäden bestmöglich vorgebeugt, abgewehrt oder nach Schadenseintritt möglichst rasch beseitigt werden, um die Versorgungssicherheit wieder herzustellen.
Die Gesetze bilden aber auch einen neuen, teilweise schwer verständlichen Regelungsrahmen. Um diesen besser verstehen und umsetzen zu können, bietet der BDEW eine Anwendungshilfe mit dem Fokus für die Wasserwirtschaft an.