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HRW-Digitalisierungsindex für die Wasserwirtschaft (2021)

Der Digitalisierungsindex soll Aufschluss darüber geben, wo die Branche steht, wo die Herausforderungen liegen, welche Trends sich als sinnvoll erwiesen haben und welche weiteren Entwicklungen zu einer ganzheitlichen Digitalisierung führen.

Digitalisierung – kaum ein Begriff wird derzeit so häufig verwendet und gleichzeitig so unterschiedlich interpretiert. Dadurch entsteht für viele Entscheider und Mitarbeiter in der Wasserwirtschaft das diffuse Gefühl, dass nichts bleibt, wie es ist. Gleichzeitig stellt sich ihnen die Frage, welche Versprechen der Digitalisierung wirklich tragfähig und langfristig sowohl für die Branche als auch für ihr individuelles Unternehmen von Bedeutung sind.

Genau an dieser Stelle soll der „1. HRW-Digitalisierungsindex für die Wasserwirtschaft“ Aufschluss darüber geben, wo die Branche steht, wo die Herausforderungen in diesem Zusammenhang liegen, welche Trends sich bereits als sinnvoll erwiesen haben und welche weiteren Entwicklungen zu einer „ganzheitlichen“ Digitalisierung führen.

Hierzu wurden ca. 190 Telefoninterviews mit Wasserver- und Abwasserentsorgern geführt. Die Interviewteilnehmer beantworteten Fragen zum digitalen Status quo für jeweils eine von ihnen gewählte Wertschöpfungsstufe (z.B. Wasserproduktion, Netze ...) und gaben Auskunft zum Stellenwert der Digitalisierung in ihrem Unternehmen.

Dabei ist Digitalisierung weit mehr als eine bloße Technologie-Einführung. Vielmehr ist eine ganzheitliche Transformation zu erwarten, die sich nicht auf die IT-Systeme beschränkt, sondern alle Bereiche eines Unternehmens betrifft. Deshalb wurden vier sog. Gestaltungsfelder betrachtet: Ressourcen, Informationssysteme, Organisation und Kultur. Ihnen wurden 15 Kriterien der Digitalisierung zugeordnet und mit den Interviewteilnehmern in rd. 45-minütigen Telefoneinheiten diskutiert.

Im Ergebnis zeigt sich, dass die Unternehmen der Wasserwirtschaft in vielerlei Hinsicht einen beachtlichen Weg auf dem Pfad der Digitalisierung zurückgelegt und vielfältiges Digitalisierungsengagement gezeigt haben. In einigen Bereichen besteht gleichwohl Nachholbedarf, um die nächsten Etappenziele zu erreichen – dies sollte aber nicht dazu verleiten, die erzielten Erfolge zu schmälern. Abgerundet wird der Digitalisierungsindex durch Best-Practices sowie Gastbeiträge und einen Ausblick zu zentralen Entwicklungsfeldern der Branche.


Ihr Ansprechpartner im BDEW: 

Dr. Jörg Rehberg
Telefon: +49 30 300199-1211
joerg.rehberg@bdew.de

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