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Effizienzsteigerung bei der Wasserstofferzeugung

Energieunternehmen steigern weiter die Effizienz der Wasserstofferzeugung. Der PEM-Elektrolyseur der Westenergie erreicht schon 75% Wirkungsgrad. Wie gelingt das?

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© Westenergie

Zur Herstellung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse werden im Wesentlichen zwei Technologien angewendet: die alkalische Elektrolyse und die Polymer-Elektrolyt-Membran-Elektrolyse (PEM)-Elektrolyse. Während die alkalische Elektrolyse eine bewährte Technologie ist, kann man die PEM-Elektrolyse hingegen als etwas jünger einstufen.

Je nach Einsatz kann dieser Elektrolyseur einen Wirkungsgrad im Bereich zwischen 60 und 70 % aufweisen. Gleichzeitig kann er fluktuierende Erneuerbare Energien aufnehmen, innerhalb von wenigen Sekunden starten und seine Leistung schneller anpassen. 

Die Systemlösung der Westenergie in Ibbenbüren erzielt über die komplette Speicherkette einen Nutzungsgrad von bis zu 75 %. Dies wird ermöglicht, weil sowohl bei der Umwandlung von Strom in Gas als auch von Gas in Strom die entstehende Abwärme genutzt wird. Allein der Nutzungsgrad des PEM-Elektrolyseurs (ohne Rückverstromung) beträgt sogar 86 %. 

Bei der Wasserstofferzeugung wird ein Teil der Abwärme des Elektrolyseurs in der benachbarten Gasdruckregel- und Messanlage zur Erdgasvorwärmung eingesetzt. Die Rückverstromung des Gases im Blockheizkraftwerk erfolgt unter Kraft-Wärme-Kopplung. Die dabei entstehende Wärme steht dem lokalen Fernwärmenetz zur Verfügung. 

Doch nicht nur die Abwärme dient der Wärmeversorgung. Außerdem wird hier der grüne Wasserstoff bei einem Betriebsdruck von rund 13 bar ohne zusätzliche mechanische Verdichtung direkt in das örtliche Gasverteilnetz eingespeist. Somit wird durch die Wasserstoffnutzung die Gasversorgung wieder ein Stück weit grüner. Erfahren Sie hier mehr über die Power-to-Gas-Systemlösung in Ibbenbühren.

Das Projekt wird im Rahmen der BDEW-Wasserstoff-Kampagne als Best-Practice-Beispiel der Woche vorgestellt. Mit einer neuen Kampagne nimmt der BDEW das vielseitig einsetzbare „Energietalent“ Wasserstoff in den Fokus.

Die Kampagne umfasst verschiedene Kommunikationsmaßnahmen von der Pressearbeit, über Social Media bis hin zu Veranstaltungen. Auf der Kampagnen-Webseite stellt der BDEW u.a. wöchentlich neue Best-Practice-Projekte von Mitgliedsunternehmen vor. Möchten auch Sie sich mit Ihrem Wasserstoffprojekt beteiligen? Melden Sie sich gern bei uns und nutzen auch den gemeinsamen Kampagnenhashtag #Energietalent. 

Zahl der Woche

Umfrage zu Wasserstoff: Mehr als die Hälfte der Deutschen sieht Anwendungsfelder für Wasserstoff in Verkehr und Industrie. Einen Einsatz im Wärmemarkt können sich rund 40 Prozent der Befragten vorstellen. Die Zahl der Woche finden Sie hier.

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Ob virtuell oder vor Ort: Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen am 16. und 17. Juni. Erste Informationen finden Sie hier.

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