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Energiehändler haben Grüne Produkte im Fokus

Über 70 Unternehmen wurden zu grünen Energieprodukten befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Sie sind Teil eines nachhaltigen Geschäftsmodells.

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© Mr. Kosal / Shutterstock

Der BDEW und die Beratungsgesellschaft EY haben über 70 Unternehmen zum aktuellen Stand der Beschaffung grüner Energieprodukte befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Schon heute sind diese Produkte Teil eines nachhaltigen Geschäftsmodells. Der zweite Beschaffungssurvey hatte die Unternehmen nach Markttrends, Strategie und zur Umsetzung befragt. Die Ergebnisse wurden im Juni 2021 veröffentlicht.

Grüne Energieprodukte spielen im Energiehandel eine immer größere Rolle

Klimaschutz gehört in der Energiewirtschaft zum Tagesgeschäft. Die Unternehmen investieren immer größere Summen in Erneuerbare-Energien-Anlagen. Mit der Stromerzeugung allein ist es aber nicht getan – dazu gehören auch attraktive und passgenaue Stromlieferprodukte, die zum Kunden gebracht werden müssen. Vor allem in der Industrie wächst eine starke Nachfrage aufgrund der hohen Relevanz des Nachhaltigkeitsthemas. Die Energiehändler können diese grünen Produkte nicht nur effektiv, sondern auch effizient umsetzen.

Wobei es für „grüne Energieprodukte“ gar keine allgemeingültige Definition gibt, was auch die befragten Händler im Survey bestätigt haben. Überraschend klar war das Bekenntnis zu Herkunftsnachweisen. Das bestätigt, dass die Kunden wissen wollen, woher die Energie kommt. Die bei Haushaltskunden weitverbreiteten Ökostromangebote spielen im Großhandel dagegen kaum eine Rolle. Insgesamt ist das Angebot an grünen Energieprodukten im Großhandel vielfältig. Auch mit Blick auf klimaneutrale Gase scheint es, dass in der Energiewirtschaft das System, das nachweist, wo die grüne Energie herkommt, klar bevorzugt wird.

Unternehmensberatung Ernst und Young

Wie kann die Energiewirtschaft auf diese Entwicklung reagieren

In der Energiewirtschaft sind grüne Energieprodukte nichts grundsätzlich Neues. Die Branche ist mittendrin in der Umsetzung und man erkennt schon Lerneffekte. Im Survey hat EY festgestellt, dass man zurzeit zwei Ausprägungen von Geschäftsmodellen erkennen kann: Es gibt die Upstream Modelle, wo eher in Erzeugung und Produktion investiert wird, und die Downstream Modelle, wo eher die Kundenprodukte geschnürt werden. Insgesamt scheint aber die Digitalisierung ein entscheidendes Kriterium zu sein.

Schon im ersten Survey im Jahr 2019 hat sich gezeigt: Bei den Energiehändlern ist die Digitalisierung ganz oben auf der Tagesordnung. Diesmal sind die Experten von EY noch expliziter in ihrer Schlussfolgerung: Der Erfolg mit „grünen“ Energieprodukten wird über die digitalen Fähigkeiten definiert. Gerade bei der Erfassung und Auswertung der Daten wird es eher andersherum sein – die Entwicklung grüner Produkte wird die Einführung digitaler Anwendungen noch beschleunigen. Der Survey gibt in all diese Entwicklungen einen guten Einblick und bestätigt auch für den BDEW den klaren Fokus auf Klimaschutzthemen im Energiehandel. Der BDEW berichtete (28.06.2019) und berichtete (23.09.2020).



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