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Wasserstoffmonitor: Überblick zum Aufkommen, Infrastruktur, Verbrauch

Wasserstoffhochlauf: Daten und Visualisierungen zu Erzeugung, Import, Kernnetz sowie Anwendungen in Industrie und Mobilität.

Wasserstoffproduktionsanlage auf Basis von Elektrolyse, die bei Versorgung mit erneuerbaren Energien grünen Wasserstoff erzeugt.

© Orange Dragon Studio / Shutterstock

Der BDEW Wasserstoffmonitor macht zentrale Kennzahlen und Entwicklungen des deutschen Wasserstoffmarktes transparent und verständlich zugänglich. Auf Basis aktueller Daten – unter anderem vom Energiewirtschaftlichen Institut (EWI) – werden Informationen zu Wasserstofferzeugung, Wasserstoffimporten, Wasserstoffinfrastruktur, industriellen Anwendungen und Wasserstoffmobilität in anschaulichen Diagrammen und Grafiken visualisiert. Der Monitor bietet damit einen fundierten Überblick über Struktur, Ausbau und Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland.

Erzeugung

Anzahl

Derzeit gibt es 169 Projekte zur Wasserstofferzeugung in Deutschland. Den Großteil machen Elektrolyseanlagen aus. Erste Projekte zur Wasserstoffherstellung mittels Dampfreformierung sind in Planung.

 
Erzeugung Anzahl Projekte
Erzeugung

Kapazitäten

Der Status eines Projektes wird in die drei Kategorien „in Betrieb“, „FID/in Bau“, „in Planung“ eingeordnet. Hieraus lassen sich die jeweils verfügbaren, wie auch die geplanten Wasserstoff-Kapazitäten ablesen.

 

Projektstatus

Erzeugung

Wasserstoff herstellen

Um Wasserstoff herzustellen, sind im Wesentlichen vier Methoden möglich: Der Großteil der heute in Betrieb befindlichen Elektrolyseurkapazitäten besteht aus PEM-Elektrolyseuren (Proton Exchange Membrane). AEL-Anlagen (alkalische Elektrolysetechnik) stellen die zweite weit verbreitete Technologie dar. AEM (Anion Exchange Membrane) und SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) bleiben hingegen bisher Nischentechnologien in der Wasserstofferzeugung.

 
66% PEM
28% AEL
2% SOFC
1% AEM
3% Unbekannt
Wasserstoffimporte

Pipeline und Schiff

Um Deutschland mit seinen Nachbarländern zu verbinden, sind derzeit 21 Grenzübergangspunkte für den Import von Wasserstoff an den Außengrenzen geplant. Zusätzlich ist eine Offshore-Pipeline in der Nordsee (AWZ) geplant.

Anlandungen von Importen via Schiff sind an fünf Häfen vorgesehen. Auf diese verteilen sich zukünftig ein SNG-Terminal und sechs Ammoniakterminals. Aktuell betriebsbereit sind zwei Ammoniak-Terminals in Rostock und Brunsbüttel. Zudem befinden sich derzeit sechs Projekte für Ammoniak-Cracker in Planung.

Importe via Pipeline
 
Pipelineprojekte via Grenzübergangspunkte.
Alle in Planung, frühester Start: 2027
Importe via Schiff
 
Häfen (davon 2 betriebsbereit)
 
SNG-Terminals,
Ammoniakterminals
 
Ammoniak-Cracker
Infrastruktur

Wasserstoffkernnetz

Ziel ist es, bis zum Jahr 2032 ein Wasserstoffkernnetz im Umfang von 9.040 km Länge aufzubauen beziehungsweise vorhandene Erdgasleitungen umzustellen. Bisher wurden 506 km Leitungen durch Umstellung für den Transport mit Wasserstoff ertüchtigt und weitere 19 km neu gebaut. Demnach stehen noch mehr als 8.500 km zur Umstellung beziehungsweise Neubau an.

9.040 km
Umstellung: 4.860km
506km
4.354km
Neubau: 4.179km
19km
4.161km
 
Industrie

Wasserstoffanwendungen

Die energieintensive Industrie – zum Beispiel Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von chemischen Erzeugnissen, Kokerei und Mineralölverarbeitung und Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus – in Deutschland wird zukünftig zunehmend erneuerbaren oder kohlenstoffarmen Wasserstoff in ihren Prozessen oder Produkten nutzen.

Derzeit sind 73 Projekte deutschlandweit in Betrieb, betriebsbereit, FID/In Bau oder in Planung. Dabei zeigt sich eine differenzierte Verteilung zwischen den einzelnen Bundesländern.

Der Großteil der bereits in Betrieb befindlichen Projekte befindet sich im Südwesten des Landes: in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder Hessen. Die meisten erfassten Projekte sind noch in früheren Planungsstadien.

 
Projekte aus 9 energieintensiven Branchen
73 Projekte
in Deutschland
 
In Betrieb
betriebsbereit
FID/In Bau
In Planung
Mobilität

Fahrzeuge und Tankstellen

In Deutschland sind knapp 2.000 wasserstoffbetriebene Fahrzeuge zugelassen, der Großteil davon PKW, zudem LKW und Kraftomnibusse. Diese können an derzeit 71 Tankstellen Wasserstoff tanken.

 
H2-Fahrzeuge
1.575
davon PKW
170
davon LKW
153
davon Kraftomnibusse
52
sonstige KfZ
 
H2-Tankstellen

Die hier veröffentlichten Zahlen werden halbjährlich aktualisiert. Detailliertere Entwicklungs- und Trenddarstellungen des deutschen Wasserstoffmarktes sollen ab dem Jahr 2027 möglich sein.

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