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Stadtwerke Dorfen: Wie Digitalisierung und Fernwärme gemeinsam Infrastruktur schaffen

Ein Rechenzentrum liefert Daten – und Wärme. Stadtwerke schaffen daraus einen Mehrwert für ihre Kunden.

Stadtwerke Dorfen: Wie Digitalisierung und Fernwärme gemeinsam Infrastruktur schaffen

© Stadtwerke Dorfen

Die Digitalisierung treibt den Bedarf an leistungsfähiger IT-Infrastruktur stetig voran. Doch mit ihr wächst auch der Energieverbrauch. Was dabei oft übersehen wird: Rechenzentren erzeugen große Mengen an Abwärme. Genau hier setzt das Projekt rund um das YEXIO-Rechenzentrum in Dorfen an und zeigt, wie sich digitale Infrastruktur und nachhaltige Wärmeversorgung sinnvoll verbinden lassen.

Mit dem Spatenstich Anfang 2026 begann im Gewerbegebiet Dorfen Südwest der Bau eines Edge-Rechenzentrums. Auf rund 7.500 Quadratmetern entsteht ein digitaler Knotenpunkt, der künftig Rechenleistung für die Region bereitstellt. Doch neben der digitalen Funktion rückt ein anderer Aspekt in den Mittelpunkt: die systematische Nutzung der entstehenden Abwärme.

Abwärme des Rechenzentrums wird gezielt weiterverwendet

Rechenzentren arbeiten rund um die Uhr und erzeugen dabei kontinuierlich Wärme. Anstatt diese ungenutzt an die Umgebung abzugeben, wird sie in Dorfen gezielt weiterverwendet. In Kooperation mit den Stadtwerken wird die Abwärme in das lokale Fernwärmenetz eingespeist und kann so zur Beheizung von Gebäuden genutzt werden. Damit wird aus einem Nebenprodukt der Digitalisierung eine wertvolle Energiequelle für die Region.

Für Kommunen und Unternehmen eröffnet dieser Ansatz neue Perspektiven: Die Nutzung von Abwärme reduziert den Bedarf an fossilen Energieträgern, verbessert die Energieeffizienz und trägt zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bei. Gleichzeitig entstehen wirtschaftliche Vorteile durch stabilere und potenziell günstigere Wärmekosten.

Doppelter Nutzen im ländlichen Raum

Das Beispiel aus Dorfen zeigt, dass Rechenzentren nicht nur Energieverbraucher sind, sondern aktiv zur Energiewende beitragen können – wenn ihre Abwärme konsequent integriert wird. Gerade im ländlichen Raum entsteht so ein doppelter Nutzen: digitale Infrastruktur stärkt die wirtschaftliche Entwicklung, während gleichzeitig eine nachhaltige Wärmeversorgung aufgebaut wird.

Entscheidend für den Erfolg ist die enge Zusammenarbeit zwischen kommunalen Akteuren, Energieversorgern und privaten Investoren. Erst durch diese Partnerschaften kann die Abwärme effizient erschlossen und in bestehende Systeme integriert werden.

Dorfen liefert damit ein Beispiel, wie die Verbindung von Digitalisierung und Wärmeversorgung konkret umgesetzt werden kann und wie aus Abwärme ein strategischer Baustein moderner Energieinfrastruktur wird.

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