„Die Netzunternehmen treiben die digitale Transformation ihrer Netze mit großem Einsatz voran und bewältigen Jahr für Jahr eine stark wachsende Zahl von Netzanschlussbegehren für Erneuerbare Energien, Speicher, Wärmepumpen und Ladesäulen. Alle diese Anlagen werden sicher in das Netzsystem integriert. Die Stromnetzbetreiber sorgen dafür, dass die hohe Qualität des deutschen Stromnetzes aufrechterhalten wird. Es ist deshalb richtig, diese Transformationsleistung sichtbar zu machen.
Grundlegend sind dabei gute und qualitätsgeprüfte Daten sowie eine entsprechende Methodik für die Erhebung. Gerade wenn aus den Daten Schlüsse für die individuelle Leistung eines Netzbetreibers gezogen werden, ist dies mit Bedacht zu tun und die noch unsichere Datengrundlage bei der ‚Energiewendekompetenz‘ zu beachten. So hängen zum Beispiel die ermittelten Umsetzungsquoten bei Netzanschlüssen stark von Faktoren ab, die nicht in der Hand des Netzbetreibers liegen. Es ist daher sehr fraglich, ob solche Kennzahlen eine geeignete Grundlage für die Darstellung und weitere Entwicklung der Netzleistungsfähigkeit sind. So können beispielsweise Stromausfälle infolge von Extremwetterereignissen (Höhere Gewalt) nicht vom Netzbetreiber beeinflusst werden.
Ein deutschlandweiter Digitalisierungsindex kann in groben Zügen einen Entwicklungsfortschritt der gesamten Branche aufzeigen und auch in den nächsten Jahren eine gute Orientierung bieten. Individuell können aber unterschiedliche Digitalisierungsmaßnahmen effizient sein. Dies muss bei Auswertungen immer beachtet werden.“