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BDEW zu Methanemissionen der Öl- und Gaswirtschaft

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft erklärt: 

„Allen ist klar: Der Ausstoß des Klimagases Methan muss weiter gesenkt werden. Zwar stammen vier Fünftel aller vom Menschen verursachten Methanemissionen der EU aus den Sektoren Landwirtschaft und Abfallwirtschaft, während die Emissionen der Öl- und Gaswirtschaft rund sechs Prozent betragen*. Aber auch unsere Branche steht in der Verantwortung. Die Unternehmen der Gaswirtschaft arbeiten seit vielen Jahren daran, die Emissionen zu senken. Unsere Branche in Deutschland konnte den Methanausstoß im Zeitraum 1990 bis 2017 bereits um 40 Prozent reduzieren. Die Gasverteilnetzbetreiber und die Fernleitungsnetzbetreiber arbeiten bereits konkret an Projekten, die zur weiteren Emissionsminderung beitragen.

Viele Unternehmen der Gaswirtschaft haben mit Maßnahmen zum Aufspüren, Identifizieren und Beheben von Lecks die Methanemissionen bereits deutlich reduziert und engagieren sich in gemeinsamen internationalen Projekten wie der Initiative „Methane Guiding Principles“ (MGP) oder des GIE Methane Emission ACTION PLAN, in dem laufende Maßnahmen in einzelnen Ländern sowie länderübergreifende Projekte zusammengestellt sind.“

*Quelle: UNFCCC - United Nations Framework Convention on Climate Change

Hintergrund:

Zahlen und Fakten zu Methanemissionen Welt/EU/Deutschland 

Der Anteil von Methan an den vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen beträgt weltweit ca. 11 Prozent, davon ist rund ein Viertel auf die Erdöl- und Erdgaswirtschaft (rund 3 Prozent) zurück zu führen.

EU-weit lag der Anteil der durch die Öl- und Gaswirtschaft verursachten Methanemissionen am gesamten Methanausstoß der EU bei rund 6 Prozent. Diese Menge entspricht etwa 0,6 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der EU.

Ein wichtiger Ansatz für die Reduktion von Methanemissionen liegt in der Erkennung und Reparatur von Lecks. Die Gaswirtschaft in Deutschland hat diesbezüglich bereits viel erreicht: So sind mittlerweile alte Graugussleitungen fast vollständig ausgetauscht worden – eine von vielen Maßnahmen, durch die die Anzahl von Leckagen und Schäden an Gasleitungen in den letzten Jahrzehnten stark zurückging. Im Bereich der Transportnetze werden zudem durch den Einsatz von mobilen Verdichtern und mobilen Fackeln, welche das Ausblasen von Leitungen ersetzen, sowie durch den Verzicht auf pneumatische Ventile erhebliche Methanemissionen eingespart.

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