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BDEW zu Trinkwasserpreisen:

Entwicklung der Trinkwasserpreise entlang der allgemeinen Teuerungsrate

Ohne verstärkten Schutz der Trinkwasserressourcen drohen jedoch zukünftig Preissteigerungen

Im Hinblick auf die aktuellen Zahlen zur Entwicklung der Trinkwasserpreise stellt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fest: „Die Preise für unser Trinkwasser haben sich in den vergangenen Jahren entlang der Inflationsrate entwickelt. Dass dies eine sehr moderate Entwicklung ist, zeigt sich auch daran, dass zeitgleich die Investitionen der Wasserversorger in ihre Infrastruktur in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Allein im Jahr 2018 werden die Wasserversorger voraussichtlich etwa 2,7 Milliarden Euro investieren“, sagte Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser heute in Berlin.

Richtig ist jedoch, dass ohne einen konsequenten Schutz unserer Trinkwasserressourcen in Zukunft Preissteigerungen drohen:
„Wenn sich die gängige Düngepraxis nicht ändert, könnten erhebliche Mehrkosten auf die Verbraucher zukommen: Trinkwasser könnte in einigen Regionen um bis zu 62 Prozent teurer werden. Denn die zunehmende Verschmutzung des Grundwassers erfordert eine immer kostenintensivere Trinkwasseraufbereitung. Das zeigt ein BDEW-Gutachten zu den Kosten der Nitratbelastung“, so Weyand.

Dass die Situation mit Blick auf die Nitratbelastung besorgniserregend sei, zeige der aktuelle Bericht der Europäischen Union zur Nitratbelastung der Wasserressourcen: Im Schnitt wird demnach an 28 Prozent der Messstationen der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter überschritten.

Weyand: „Die Berechnungen des BDEW-Gutachtens zeigen: Eine Nitratentfernung könnte die Jahreswasserrechnung in betroffenen Regionen um bis zu 62 Prozent erhöhen. Bei den betrachteten Wasserversorgern würde die durchschnittliche Jahresrechnung eines 3-Personen-Haushalts (6-Familienhaus) von aktuell 217 Euro auf 352 Euro steigen.“

Ein weiteres Problem, dass angegangen werden muss: Die Überalterung der Gesellschaft und der steigende Pro-Kopf-Verbrauch an Medikamenten führen zu einem Anstieg des Medikamentenverbrauchs um bis zu 70 Prozent bis 2045. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsinstitutes Civity im Auftrag des BDEW. „Zwar gibt es heute keinerlei Anlass zur Sorge um die hohe Trinkwasserqualität. Dennoch sollte alleine aus Sicht eines vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitsschutzes der Eintrag von Arzneimitteln in die Umwelt so gering wie möglich sein. Die Hersteller sind gefordert, umweltschädliche Wirkstoffe nach Möglichkeit zu ersetzen. Apotheken sollten auf bedarfsgerechte Verpackungsgrößen achten und Verbraucher ihre alten Medikamente sachgerecht über den Haus- oder Sondermüll entsorgen“, so Weyand.

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