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Energieresilienz: Wie Deutschland krisenfester werden kann

Neue Studie im Auftrag des BDEW zeigt, was Deutschland von anderen Ländern für ein robusteres Energiesystem lernen kann.

Hochspannungsmast im Sonnenuntergang

© PV Productions / Shutterstock

Die Energiekrise in Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, hybride Angriffe auf kritische Infrastruktur und neue Importabhängigkeiten haben die Risikolage verändert. Neben Dekarbonisierung, Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit gewinnt deshalb Energieresilienz an Bedeutung. Damit gemeint ist die Fähigkeit eines Energiesystems, auch bei schweren und teils unerwarteten Störungen funktionsfähig zu bleiben.

In der vorliegenden Studie untersucht HIC Consulting im Auftrag des BDEW, mit welchen unterschiedlichen Mitteln einzelne Länder ihre Energieversorgung resilienter gestalten – und welche Impulse sich daraus für Deutschland ableiten lassen. Die Studie formuliert keine Verbandspositionen. Ihre Analysen und Handlungsimpulse sollen stattdessen Fachpolitik und Energiewirtschaft als Grundlage für die weitere Diskussion dienen.

Vorsorge für ein stabiles Energiesystem

Deutschland und die EU haben dafür bereits wichtige Grundlagen geschaffen: etwa durch die Diversifizierung der Gasversorgung, höhere Gasspeicherstände, die Umsetzung von NIS-2 und KRITIS-Dachgesetz sowie Kraftwerksreserven. Zugleich bleiben funktionierende Märkte, Handel, Akteursvielfalt und unternehmerische Verantwortung zentrale Bausteine eines resilienten Energiesystems.

Was andere Länder zeigen

Die Studie betrachtet Finnland, Schweden, Japan, Großbritannien, Polen und Litauen. Ergänzend fließen Erfahrungen aus Israel, der Ukraine und China ein. Untersucht werden politische und institutionelle Zuständigkeiten, Kooperationsstrukturen, Stressszenarien und Planungsinstrumente, strategische Reserven sowie die Architektur von Netzen und Energiesystemen.

Die betrachteten Länder eignen sich wegen ihrer unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Marktstrukturen nicht als Blaupausen für Deutschland. Der internationale Vergleich zeigt jedoch, an welchen Stellen Deutschland seine strategische und ressortübergreifende Resilienzplanung weiterentwickeln kann.

Drei Impulse für mehr Energieresilienz

Aus Sicht des BDEW ergeben sich drei zentrale Ansatzpunkte: Erstens braucht Energieresilienz eine klare politische Federführung mit einem ressortübergreifenden Steuerungsmandat. Zweitens sollte der begonnene Dialog zwischen Staat und Energiewirtschaft dauerhaft und strukturiert fortgeführt werden. Drittens braucht Deutschland eine hochrangig verankerte nationale Resilienzstrategie, die das Ziel der Versorgungssicherheit in einem erweiterten Rahmen definiert.

Die gesamte Studie finden Sie im Download-Bereich.

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