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Europäische Wasserstoffallianz stärkt Europas Resilienz

16 Verbände fordern: Deutschland muss beim Aufbau einer europäischen Wasserstoffallianz eine führende Rolle übernehmen.

Beschäftigte und Maschinen verlegen unterirdische Leitungen für die künftige Gas- und Wasserstoffversorgung durch eine Agrarlandschaft.

© Umomos / Shutterstock

Wasserstoff und seine Derivate tragen nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern sind auch ein zentraler Baustein für Europa, um resilienter, souveräner und damit zukunftsfähiger zu werden. Ein erfolgreicher Hochlauf von erneuerbarem und kohlenstoffarmem Wasserstoff stärkt die Versorgungssicherheit, reduziert fossile Importabhängigkeiten, diversifiziert Energiepartnerschaften und schafft industrielle Wertschöpfung.

Im vergangenen Jahr wurden hinsichtlich des Wasserstoffhochlaufs wichtige Fortschritte erzielt. Gleichzeitig ist der Wasserstoffhochlauf bei weitem noch nicht da, wo er sein sollte. Weiterhin führen zahlreiche Vorgaben zu erheblichen Zusatzkosten beim Wasserstoff, die Investitionen erschweren und den Aufbau eines liquiden Wasserstoffmarktes bremsen. Dies betrifft Instrumente zur Risikoabsicherung ebenso wie die Überarbeitung der Strombezugskriterien im delegierten Rechtsakt zu RFNBO. Um hier und bei weiteren Fragen Einigkeit zu finden, braucht es die Kooperation über Mitgliedstaaten hinweg.

Bereits im vergangenen Juni hat der BDEW sich im Rahmen eines breiten Verbändeappells für eine europäische Wasserstoffallianz an die Bundesregierung gewandt. Gemeinsam mit weiteren deutschen und europäischen Verbänden erneuern wir diesen als Allianz aus BDEW, DVGW, DWV, en2X, Eurogas, figawa, FNB GAS, Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, Hydrogen Europe, INES, VCI, VDA, VDMA P2X4A, VIK, VKU und Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Europäische Wasserstoffallianz: Deutschland muss vorangehen

Deutschland kann und muss eine führende Rolle einnehmen. Deswegen ist es so wichtig, dass Projekte in Deutschland zum Laufen kommen. Als größter Wirtschaftsstandort, künftiger Wasserstoffimporteur und Technologieexporteur, zentraler Netzknoten und wichtiger Absatzmarkt hat Deutschland eine tragende und verbindende Rolle inne sowie ein erhebliches Interesse an einer resilienten europäischen Wasserstoffwirtschaft. In dieser Rolle kann Deutschland Brücken bauen: Zu den Benelux-Staaten und ihren Häfen, zu Frankreich, Spanien und Portugal über das H2Med-Vorhaben, zu Italien und Österreich entlang des SouthH2 Corridor, zu den nordischen Staaten als Produktionsstandorte und zu außereuropäischen Partnern.

Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, soll Deutschland daher eine führende Rolle in einer europäischen Wasserstoffinitiative im Sinne der dargestellten Wasserstoffallianz übernehmen.

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