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BDEW-Zahlencheck

67 Prozent der Bevölkerung…

… vertrauen darauf, dass die Wasserversorger die Trinkwasserqualität auch bei Extremwetterereignissen gewährleisten können.

Zwei Drittel der Befragten sind überzeugt, dass die Wasserversorger die hohe Qualität des Trinkwassers auch bei Hitzewellen oder Starkregen sicherstellen können. Das ist das Ergebnis einer kurzen, repräsentativen BDEW-Umfrage zur Wasserversorgung, durchgeführt von prolytics market research. Dieses Vertrauen ist ein starkes Signal – und zugleich ein Auftrag, die Wasserversorgung frühzeitig an die Folgen des Klimawandels anzupassen.


Mehr als die Hälfte der Befragten sieht Wasserknappheit bereits heute als Problem in Deutschland, rund drei Viertel erwarten in den kommenden zehn Jahren eine angespanntere Lage; knapp 23 Prozent rechnen mit akuter Wasserknappheit in einigen Regionen.
„Der Klimawandel schreitet voran, und seine Folgen werden immer deutlicher spürbar. Zwar verfügen wir in Deutschland grundsätzlich über ausreichend Wasserressourcen, um den Trinkwasserbedarf der Bevölkerung zu decken. Diese Ressourcen sind jedoch regional ungleich verteilt. Umso wichtiger ist es, sorgsam mit ihnen umzugehen und sowohl unser Verhalten als auch die Infrastruktur an die veränderten Bedingungen anzupassen.


Damit die Wasserversorgung auch künftig sicher und qualitativ hochwertig bleibt, braucht es weitere Investitionen in die Wasserinfrastruktur, den Ausbau regionaler Verbundsysteme, einen Vorrang für die öffentliche Wasserversorgung sowie einen effizienten und nachhaltigen Umgang mit Wasser. Deshalb muss auch die Wasserwirtschaft von den Infrastrukturfördermitteln des Bundes profitieren. Wir müssen heute die richtigen Investitionsentscheidungen treffen, um die Versorgung von morgen zu sichern“, sagt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser.


Weitere Ergebnisse der Umfrage: 

Als wichtigste Gründe für einen erhöhten Wasserverbrauch an heißen Sommertagen werden häufigeres Duschen (44 Prozent) und Pflanzenpflege (39 Prozent) genannt. Auf die Frage, wo am ehesten gespart werden könne, gaben rund 58 Prozent an, am ehesten auf Wasserspiele, Planschbecken oder einen Pool verzichten zu wollen, knapp 39 Prozent würden beim Gießen von Pflanzen und bei der Rasenbewässerung sparen. Das ist besonders an heißen Tagen wichtig: In Hitzewellen kann die Beanspruchung der technischen Versorgungsanlagen lokal um bis zu 60 Prozent steigen. Um das Versorgungssystem zu entlasten, ist es deshalb sinnvoll, beispielsweise die Gartenbewässerung nicht während der Tageshitze durchzuführen oder Swimmingpools nicht zu den Hauptverbrauchszeiten am Vormittag oder frühen Abend zu befüllen.


Mehr öffentliche Trinkbrunnen stoßen ebenfalls auf breite Zustimmung: 86 Prozent der Befragten würden ein größeres Angebot begrüßen, 64 Prozent würden die Trinkbrunnen auch selbst nutzen. Einen Überblick über bestehende Angebote bietet die App und Website „Trinkwasser unterwegs“.

Zu den Umfrageergebnissen geht es hier. 

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