Der Ausbau des öffentlichen Ladeangebots für schwere elektrische Nutzfahrzeuge ist in nur wenigen Jahren beachtlich vorangekommen. Nach Angaben der von Logistikunternehmen genutzten App eTrucker stehen E-Lkw im September 2026 deutschlandweit bereits rund 790 Ladestandorte zur Verfügung. Diese Angaben sind durch reale Ladevorgänge vor Ort verifiziert. Neben speziell für Lkw ausgelegten Ladepunkten sind hier auch Ultraschnelllader in Pkw-Ladehubs erfasst, die aufgrund ihrer Zugänglichkeit und Ausstattung auch von E-Lkw genutzt werden.
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, ordnet den Ausbau der Lkw-Ladeinfrastruktur ein:
„Das Ladeangebot für E-Lkw ist ein sehr junger Markt – und entwickelt sich positiv. Die Unternehmen des Lademarktes haben frühzeitig viel Geld in den Aufbau der Ladeinfrastruktur investiert. Damit der Ausbau weiter Fahrt aufnehmen kann, brauchen die Unternehmen Investitionssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Dazu gehören neben einem klaren politischen Kurs auch attraktive Finanzierungsmöglichkeiten, ein besserer Zugang zu geeigneten Flächen und eine praxistaugliche Ausgestaltung des Eichrechts.
Ein entscheidender Hebel sind zudem schnellere und einfachere Netzanschlüsse. Dabei konkurriert die Ladeinfrastruktur mit Rechenzentren, Großwärmepumpen, Speichern, Elektrolyseuren und industriellen Verbrauchern um Netzanschlusskapazitäten. Ergänzend zum Netzanschlusspaket braucht es deshalb jetzt das angekündigte Verteilnetzpaket, das den Ausbau der Netze wirksam beschleunigt. Hierfür hat der BDEW bereits umfangreiche Vorschläge vorgelegt.“