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Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Langzeitkapazitäten

Erster guter Schritt in Richtung gesicherter Leistung

Heute hat die Bundesnetzagentur die ersten Zuschläge für Langzeitkapazitäten nach dem Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) bekannt gegeben. Dazu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

„Die Branche ist vorbereitet, in neue Erzeugungskapazitäten zu investieren. Das hat die hohe Beteiligung an der Ausschreibung gezeigt, deren Ergebnisse heute veröffentlicht wurden. Jetzt können die ersten 5,16 Gigawatt Langzeitkapazitäten in Form von wasserstofffähigen Gaskraftwerken und Blockheizkraftwerken endlich gebaut werden, wir haben lange darauf gewartet. Damit wird ein wichtiger Schritt zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit und des Kohleausstiegs getan.

Die Ausschreibung war mit Geboten im Umfang von rund 12 Gigawatt auf ein ausgeschriebenes Volumen von 4,5 Gigawatt stark überzeichnet. Rund 47 Prozent der bezuschlagten Leistung entfielen auf den netztechnischen Süden einschließlich NRW. Dementsprechend entfielen 53 Prozent auf den netztechnischen Norden. Es ist positiv, dass der Wettbewerb hoch war und unterschiedliche Erzeugungstechnologien zum Zuge gekommen sind. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt mit rund 155.000 Euro pro Megawatt reduzierter Leistung knapp 90.000 Euro unter dem zulässigen Höchstwert von 244.000 Euro pro Megawatt. Der Wettbewerb hat zu Kosteneffizienz geführt.

Das StromVKG soll mit zunächst drei Ausschreibungsrunden gesicherte Leistung in Form flexibler Erzeugungsanlagen, wie Gaskraftwerke und Speicher, anreizen. Bis Ende Dezember folgt eine weitere Ausschreibungsrunde für Langzeitkapazitäten. Im nächsten Schritt folgt 2027 eine weitere technologieoffene Ausschreibung über zwei Gigawatt für Erzeugungsanlagen ohne Langzeitkriterium.

Neben dem Zubau neuer wasserstofffähiger Gaskraftwerke ist auch der Ausbau von Batteriespeicherkapazitäten wichtig. Sie können Strom aus Erneuerbaren aufnehmen und dann bereitstellen, wenn er gebraucht wird. Beide Technologien sind essenziell für das zukünftige Stromsystem.

Für die weiteren Ausschreibungsrunden sind für den BDEW der hohe Wettbewerb und die Akteursvielfalt wichtig. Der künftige Kapazitätsmarkt muss unterschiedlichen Marktakteuren zugänglich sein.“

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