„Es ist ein wichtiges Signal, dass die Bundesnetzagentur die Argumente der Branche aufgreift und bei der Kapitalverzinsung für die Gasnetze die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten berücksichtigen will. Wir freuen uns, dass die Bundesnetzagentur unsere Sachargumente gehört hat. So können aktuellere Marktdaten berücksichtigt und notwendige Investitionen besser finanziert werden.
Gasnetze stehen vor einer tiefgreifenden Transformation. Die Betreiber müssen heute entscheiden, welche Netze künftig noch gebraucht werden, und wo sie angepasst werden müssen. Gleichzeitig müssen sie die sichere Versorgung gewährleisten und dort investieren, wo die Gasinfrastruktur auch künftig benötigt wird – beispielsweise für den Einsatz von Biomethan und die Integration klimaneutraler Gase. Das erfordert erhebliche Investitionen und verlässliche Finanzierungsmöglichkeiten.
Deshalb muss sich die Finanzierung der Netzinfrastruktur an den tatsächlichen Marktbedingungen orientieren und so ausgestaltet sein, dass Investoren in die Netzinfrastruktur investieren. Eine Festlegung kurz vor Beginn der Regulierungsperiode unter Verwendung aktuellerer Marktdaten, ist ein Schritt in die richtige Richtung und ermöglicht der Bundesnetzagentur im nächsten Jahr angemessene Rahmenbedingungen zu definieren.
Jetzt gilt es die Zeit zu nutzen und die Stellschrauben bei der Kapitalverzinsung für die Gasnetze zu verändern, so dass am Ende eine angemessene und international wettbewerbsfähige Verzinsung steht, die zu den Transformationserfordernissen der Gasnetze passt. Wir stehen als Branche für weitere Konsultationen und vor allem den fachlichen Austausch bereit.“