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5. BDEW-Nutzerumfrage „Elektromobilität und Laden“

Wer elektrisch fährt, bleibt dabei

Der BDEW hat in seiner 5. Nutzerumfrage zum Thema „Elektromobilität und Laden“ die Erfahrungen und Einschätzungen von Elektroautofahrerinnen und -fahrern in Deutschland untersucht. In der Befragung einer Stichprobe von rund 1.000 Personen wurden Aspekte wie Kaufmotive, Ladeverhalten und Herausforderungen beim Laden beleuchtet. Das sind die zentralen Ergebnisse:

Elektrisch Fahren überzeugt: 94 Prozent der Nutzer würden sich beim nächsten Autokauf wieder für ein Elektroauto entscheiden und ebenfalls 94 Prozent würden den Kauf auch grundsätzlich Dritten empfehlen. Die Detailanalyse zeigt: Je länger ein Nutzer ein E-Auto fährt, desto überzeugter ist er von der neuen Technik.

Erfahrung verändert die Sicht deutlich: Nach dem Kauf und mit etwas Fahrpraxis spielen öffentlich diskutierte und ursprünglich wichtige Themen wie Reichweite, Betriebskosten und das Laden praktisch keine Rolle mehr. Dann rücken Wertverlust und Lieferzeit stärker in den Fokus der E-Autofahrerinnen und -fahrer.

Elektromobilität tritt den Sprung in den Massenmarkt an: Die gestiegenen Öl- und Benzinpreise, geringere Wartungskosten und Steuererleichterungen, aber auch eine breitere Modellpalette und eine Annäherung der Preise von E-Pkw und vergleichbaren Verbrennermodellen machen Elektromobilität zunehmend wirtschaftlich interessant. Immer mehr Haushalte mit mittlerem Einkommen sind elektrisch unterwegs. Der Anteil der befragten E-Auto-Fahrerinnen und Fahrern aus Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 5.000 Euro ist von 55 Prozent auf 67 Prozent gestiegen - ein Plus von zwölf Prozentpunkten.

Ladeorte werden vor allem anhand der Route ausgewählt. Erst danach kommen Ladeleistung und Ladepreis. Dabei nutzen 82 Prozent insbesondere aus Gründen der Einfachheit eine Lade-App oder Ladekarte, knapp 60 Prozent nutzen eine Preisvergleich-App, um gute Ladepreise zu identifizieren.

Die Nutzer sind mit dem öffentlichen Ladeangebot zufrieden: Insgesamt 91 Prozent sehen die Erwartungen an das öffentliche Laden erfüllt, rund jeder zweite (55 Prozent) sogar übererfüllt. Mit den neuen Nutzergruppen verändert sich auch die Nutzung der Lademöglichkeiten: Laden zuhause und an Fernverkehrsstraßen nimmt ab, wohingegen vor allem die Bedeutung von Ladehubs innerorts zunimmt (plus von 18 Prozentpunkten im Vergleich zu 2025).

Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

„Die Zahlen zeigen deutlich: Elektromobilität überzeugt. Sie ist alltagstauglich, wird millionenfach genutzt, die Modellpalette wird breiter, E-Autofahrerinnen und E-Autofahrer sind zufrieden, die Infrastruktur steht und wächst weiter, und auch wirtschaftlich wird der Umstieg immer attraktiver. Elektromobilität bietet das, was Menschen im Alltag brauchen: verlässliche Reichweiten, einfache Bedienung und ein neues Fahrerlebnis.  Hinzu kommt: Die Energiewende und die Elektrifizierung des Verkehrs schaffen mehr Resilienz, eine stärkere Unabhängigkeit und einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort. Jedes E-Auto macht uns unabhängiger von fossilen Importen und internationalen Preisschwankungen.

Das Ladenetz ist heute dichter und leistungsfähiger als viele denken. Die Energie- und Ladebranche liefert. Im Vertrauen auf stabile Rahmenbedingungen hat sie frühzeitig investiert und das Ladeangebot deutlich über den aktuellen Bedarf hinaus ausgebaut. Dabei muss es auch bleiben. Die Flottengrenzwerte in der EU dürfen nicht zurückgedreht werden, sie sind ein wichtiger Hebel für die Stärkung eines interessanten Fahrzeugangebots. Darüber hinaus sollte die Politik die sehr guten Zahlen wahrnehmen und die Elektromobilität dort weiter unterstützen, wo es sinnvoll ist: Senkung der Stromsteuer für alle, Beschleunigung der Netzanschlüsse durch weniger Bürokratie und intelligente Lösungen sowie eine einfachere und schnellere Flächenvergabe durch die Kommunen. “

Laden Sie hier die 5. BDEW-Nutzerumfrage Elektromobilität und Laden herunter.

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