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Zum Hauptgutachten der Monopolkommission vom Juli 2026

Der BDEW nimmt nach Einladung des BMWE zu den im Gutachten empfohlenen Maßnahmen im Stromsektor Stellung.

Die Monopolkommission legt mit „Wettbewerb 2026 – Für eine wettbewerbsorientierte Wirtschaftspolitik“ ihr 26. Hauptgutachten vor. Kapitel 3 behandelt Industriestrompreise als Mittel der Industriepolitik. Der BDEW nimmt zu den im Gutachten empfohlenen Maßnahmen im Stromsektor Stellung.

Grundsätzlich stimmt der BDEW in weiten Teilen mit den Analysen und politischen Handlungsempfehlungen der Monopolkommission überein und begrüßt die Kernforderung, die Kosteneffizienz des Energiesystems durch Netzentgeltreform und Flexibilitätsanreize zu erhöhen. Bezüglich Strommarktdesign positioniert sich der BDEW klar gegen eine Aufteilung der Strompreiszonen:

  • Einheitliche Gebotszone: Der BDEW spricht sich weiterhin klar gegen eine Aufteilung der deutschen Strompreiszone aus, da diese erhebliche Transaktionskosten und Unsicherheiten schaffen und insbesondere Industriestandorte im Süden der Bundesrepublik belasten würde.
  • Netzentgeltreform: Der BDEW unterstützt eine einfachere, investitionssichere und stärker an effizienter Netznutzung ausgerichtete Netzentgeltsystematik; volldynamische Arbeitspreise und Einspeiseentgelte lehnt er hingegen ab. Grundlage ist die BDEW-Positionierung zur AgNes-Konsultation der BNetzA vom Juli 2026.
  • Flexibilisierungsanreize: Der BDEW befürwortet stärkere Anreize für netzdienliche Flexibilität, setzt dabei aber auf praxistaugliche zeitvariable statt volldynamischer Netzentgelte. Dies entspricht der BDEW-Stellungnahme zu den Orientierungspunkten für dynamische Netzentgelte der BNetzA vom Februar 2026.
  • Industriestrompreis: Der BDEW betrachtet Strompreissubventionen für bestimmte Sektoren kritisch aufgrund ihrer marktverzerrenden Wirkung und plädiert für eine ganzheitliche Industriestrategie mit gezielten Instrumenten sowie strukturell wettbewerbsfähigen Strompreisen durch den weiteren Zubau an Erneuerbaren Energien, den Ausbau der Netze und langfristig angelegte Investitionen in steuerbare Erzeugungsanlagen.

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