DSO 2.0 - Verteilnetzbetreiber der Zukunft

Das Verteilnetz ist das Rückgrat der Energiewende. Über 1,5 Millionen dezentrale Anlagen speisen über 90 Prozent der Leistung in die Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetze der Verteilnetzbetreiber ein. Die Integration von erneuerbaren Energien in das Energiesystem gewinnt dabei an Bedeutung.

Hierzu müssen Netzplanung und Netzbetrieb in vielen Regionen neu gedacht werden. Die Werkzeuge zur Messung und Beeinflussung der Netze und Erzeugungsanlagen sind dabei im Wesentlichen die gleichen wie im Übertragungsnetz. Echtzeitfähige Kontrollsysteme und vorausschauende Netzberechnungen sowie Engpassplanungen sind Standard in Verteilnetzen, deren Einspeisung teilweise bereits größer als der Verbrauch ist.

Es ist den enormen Anstrengungen der Netzbetreiber zu verdanken, dass der technische Wandel in den letzten Jahren ohne Einbußen der Versorgungssicherheit vonstattengehen konnte. So sind auch heute die deutschen Netze an der Spitze in Europa hinsichtlich ihrer geringen Ausfallzeiten und Einhaltung der Spannungsbänder.

In Deutschland treffen die globalen Trends der Dezentralisierung und Digitalisierung durch die Energiewende auf einen besonderen Katalysator. Die Verteilnetzbetreiber setzen sich in einer Vielzahl von Forschungs- und Demonstrationsvorhaben mit ihrer zukünftigen Rolle auseinander. Diesen Projekten ist dabei stets gemein, dass die Veränderung der Erzeugungslandschaft zu einer stärkeren Systemverantwortung der Verteilnetzebene führt.

Mit jedem Großkraftwerk, das dauerhaft durch dezentrale Einspeiser ersetzt wird, müssen die Themen Spannungshaltung, Erbringung von Regelleistung, Ausgestaltung der Schutzsysteme und Schwarzstartfähigkeit zunehmend neu gedacht werden. In einer zukünftigen, dezentralen Welt stellt sich die Frage nach den geeigneten Steuermechanismen. In den Verteilnetzen der Zukunft sind dezentrale Erzeuger und verteilte Kontrollmechanismen eng verzahnt. Jede Netzregion verarbeitet die Informationen, die für ihren Betrieb relevant sind. Hierdurch wird ein resilientes Energiesystem geschaffen. Die Rollen und Aufgaben der Verteilnetzbetreiber werden sich dadurch signifikant ändern.

Auch in den Übertragungsnetzen führen neue Technologien wie die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) zu gravierenden Veränderungen in Netzplanung und -betrieb. Die Netzbetreiber im BDEW arbeiten daher gemeinsam intensiv an der Ausgestaltung der Zukunft der Stromversorgung.

Studien und Impulse für den politischen und gesellschaftlichen Dialog zur Rolle der Verteilnetze

- sämtliche Unterlagen finden Sie als Download am Ende dieser Seite -

Netzinnovationen in Deutschland
Die Energiewende erfordert innovative Produkte und Prozesse. Der Innovationsbericht zeigt auf einzigartige Weise, dass die Energienetzbetreiber in Deutschland auf allen Netzebenen und Druckstufen, von Nord bis Süd, in der Stadt und auf dem Land diesem Anspruch zukunftsorientiert begegnen.

Zukünftige Rolle der Verteilnetzbetreiber in der Energiewende
Das zukünftige Bild des Verteilnetzbetreibers ist durch höhere Eigenständigkeit im Systembetrieb und Verantwortung für das Gesamtsystem geprägt. Die Studie von E-Bridge benennt die konkreten Handlungsfelder und leitet Empfehlungen für einen zukunftsfähigen Rollenzuschnitt von Verteilnetzbetreibern ab.

Energiedaten 2.0: Erweiterte Aufgaben des Verteilnetzbetreibers und daraus resultierender Datenaustauschbedarf
Die neuen Aufgaben der Verteilnetzbetreiber machen einen erheblich erweiterten Datenaustausch mit anderen Netzbetreibern und Netznutzern erforderlich. Die Consentec-Studie konkretisiert den Datenaustauschbedarf der Verteilnetzbetreiber für die Erfüllung ihrer Aufgaben.

Daten- und Informationsbedarf der Verteilnetzbetreiber zur Wahrnehmung ihres Anteils an der Systemverantwortung
Im Energieversorgungssystem hat sich eine kaskadierte Zusammenarbeit aller Netzbetreiber bewährt. Univ.-Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek untersucht den Daten- und Informationsbedarf von Verteilnetzbetreibern, um dieses Zusammenspiel für die Anforderungen der Zukunft weiterzuentwickeln.

Erweiterte Verantwortung der Verteilnetzbetreiber
Die Energiewende findet fast ausschließlich im Verteilnetz statt. Das Gutachten von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Albert Moser beschreibt die veränderten Aufgaben der Verteilnetzbetreiber und den erforderlichen Koordinationsbedarf mit den Übertragungsnetzbetreibern als Folge der Dezentralisierung des Stromsystems.

Der aktive Verteilnetzbetreiber in einer dezentralen Energiewelt
Die politischen, gesellschaftlichen und technologischen Trends der Energiewende lassen sich in einem Leitgedanken zusammenfassen: „Das zukünftige Energiesystem ist dezentral geprägt, basiert auf erneuerbaren Energien und erfordert digitale Organisation und Lösungen auf lokaler und regionaler Ebene.“ Das BDEW-Positionspapier stellt einen Beitrag der Verteilnetzbetreiber zum Netzkonzept 2030 dar.

Leitplanken für die Ausgestaltung des Energieinformationsnetzes in einer dezentralen Energiewelt
Das Energieinformationsnetz soll eine standardisierte Kommunikation aller Anlagenbetreiber und Netzbetreiber ermöglichen. Das gemeinsame Impulspapier mehrerer Verteilnetzbetreiber macht erste Vorschläge für einen sicheren und volkswirtschaftlich sinnvollen Datentransfer.

Beitrag von Flexibilität im Verteilnetz zur Senkung der Redispatchkosten in Deutschland
Die Redispatchkosten in Deutschland sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Das Gutachten von Frontier Economics und RWTH Aachen zeigt auf, wie die Nutzung von Flexibilität im Verteilnetz diese Kosten senken könnte.

Umfrage zu netzdienlicher Flexibilität
Der BDEW bittet die Öffentlichkeit um Teilnahme bei der Umfrage zum Thema netzdienlicher Flexibilität. Diese umfasst Fragen zu "Flexibilitätspotenziale von Elektroautos, Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen und Stromspeichern".

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