Seit 2022 ist die Wärmepumpe die häufigste Heizart in neuen Wohnungen. Fernwärme bleibt eine stabile zweite Säule, während Gas weiter abnimmt.
Im Bestand der knapp 44 Mio. Wohnungen in Deutschland zeigt sich noch ein anderes Bild: Dort dominieren weiterhin Gas und Heizöl mit zusammen 73,3 Prozent. Veränderungen bei den Baufertigstellungen wirken sich deshalb nur schrittweise auf den gesamten Bestand aus.
Hinzu kommt, dass 2025 mit 172.600 rund 20 Prozent weniger Wohnungen fertiggestellt wurden als im Vorjahr. Der Wandel bei der Beheizungsstruktur im Neubau erreicht den Gesamtbestand damit noch langsamer. Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:
„Die Zahlen zeigen: Im Neubau ist die Wärmewende in der Praxis angekommen. Jetzt gilt es, den Wandel auch im Bestand voranzubringen und zugleich wieder mehr Wohnungsbau zu ermöglichen. Entscheidend ist außerdem der Ausbau der Wärmenetzinfrastruktur im urbanen Raum.
Damit dieser Ausbau gelingt, müssen in den kommenden Monaten zwei politische Vorhaben entscheidende Weichen stellen: Zum einen braucht es eine umfassende Novelle des Wärmeplanungsgesetzes, die Wärme- und Verteilnetzplanung eng verzahnt, um den Fernwärmeausbau voranzubringen und bei Gasnetzstilllegungen rechtzeitig alternative Versorgungslösungen zu schaffen. Zum anderen braucht es ein investitionsfreundliches Wärmenetzgesetz, das dem Ausbau und der Dekarbonisierung der Fernwärme den notwendigen Schub gibt.“
Mehr zur Entwicklung der Beheizungsstruktur und zu regionalen Unterschieden zeigt das BDEW-Trendbarometer Neubau.