Die aktuelle BDEW-Nutzerumfrage zur Elektromobilität zeigt eine hohe Zufriedenheit von Elektroautofahrerinnen und -fahrern in Deutschland: 94 Prozent würden erneut ein Elektroauto kaufen und den Kauf auch Dritten empfehlen. Mit zunehmender Fahrerfahrung verlieren Themen wie Reichweite, Betriebskosten und Laden an Bedeutung, während Wertverlust und Lieferzeit stärker in den Fokus rücken. Der Anteil der Befragten aus Haushalten mit weniger als 5.000 Euro Nettoeinkommen stieg von 55 auf 67 Prozent. Bei der Wahl von Ladeorten ist die Route wichtiger als Ladeleistung und Ladepreis. 82 Prozent nutzen eine Lade-App oder Ladekarte, knapp 60 Prozent eine Preisvergleich-App. 91 Prozent sehen ihre Erwartungen an das öffentliche Laden erfüllt, 55 Prozent sogar übererfüllt.
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Der Marktanteil von Elektroautos wächst stabil und neue Kundensegmente steigen in den Markt ein. Die Sicht auf die Elektromobilität und das öffentliche Laden entwickeln sich mit den Kundengruppen weiter. Wie sich die Erfahrungen und Einschätzungen von Elektroautofahrerinnen und -fahrern in Deutschland konkret verändern, zeigt die Nutzerumfrage des BDEW (Download siehe unten).
In der Befragung einer Stichprobe von rund 1.000 Personen wurden Aspekte wie Kaufmotive, Ladeverhalten und Herausforderungen beim Laden beleuchtet. Folgende Fragen standen im Mittelpunkt der aktuellen Nutzerumfrage:
- Welche Themen sind für Fahrende von Elektrofahrzeugen vor und nach dem Kauf relevant?
- Wie und wo wird heute geladen?
- Wie haben sich das Ladeverhalten, die Erwartungen und Erfahrungen in den letzten zwölf Monaten verändert?
Die fünf wichtigsten Ergebnisse im Überblick
- Elektrisch Fahren überzeugt
94 Prozent der Nutzer würden sich beim nächsten Autokauf wieder für ein Elektroauto entscheiden und ebenfalls 94 Prozent würden den Kauf auch grundsätzlich Dritten empfehlen. Die Detailanalyse zeigt: Je länger ein Nutzer ein E-Auto fährt, desto überzeugter ist er von der neuen Technik.
- Erfahrung verändert die Sicht deutlich
Nach dem Kauf und mit etwas Fahrpraxis spielen öffentlich diskutierte und ursprünglich wichtige Themen wie Reichweite, Betriebskosten und das Laden praktisch keine Rolle mehr. Dann rücken Wertverlust und Lieferzeit stärker in den Fokus der E-Autofahrerinnen und -fahrer.
- Elektromobilität tritt den Sprung in den Massenmarkt an
Die gestiegenen Öl- und Benzinpreise, geringere Wartungskosten und Steuererleichterungen, aber auch eine breitere Modellpalette und eine Annäherung der Preise von E-Pkw und vergleichbaren Verbrennermodellen machen Elektromobilität zunehmend wirtschaftlich interessant. Immer mehr Haushalte mit mittlerem Einkommen sind elektrisch unterwegs. Der Anteil der befragten E-Auto-Fahrerinnen und Fahrern aus Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 5.000 Euro ist von 55 Prozent auf 67 Prozent gestiegen - ein Plus von zwölf Prozentpunkten.
- Ladeorte werden vor allem anhand der Route ausgewählt
Erst danach kommen Ladeleistung und Ladepreis. Dabei nutzen 82 Prozent insbesondere aus Gründen der Einfachheit eine Lade-App oder Ladekarte, knapp 60 Prozent nutzen eine Preisvergleich-App, um gute Ladepreise zu identifizieren.
- Die Nutzer sind mit dem öffentlichen Ladeangebot zufrieden
Insgesamt 91 Prozent sehen die Erwartungen an das öffentliche Laden erfüllt, rund jeder zweite (55 Prozent) sogar übererfüllt. Mit den neuen Nutzergruppen verändert sich auch die Nutzung der Lademöglichkeiten: Laden zuhause und an Fernverkehrsstraßen nimmt ab, wohingegen vor allem die Bedeutung von Ladehubs innerorts zunimmt (plus von 18 Prozentpunkten im Vergleich zu 2025).
» Download: 5. Nutzerumfrage Elektromobilität (PDF)
Archiv der Nutzerumfrage E-Mobilität